
Am 8. August ist es so weit: Die Olympischen Spiele 2008 werden eröffnet.„Die Schwimmer, die im Sommer an den Spielen in Peking teilnehmen, gehen im Trainingsbetrieb regelmäßig in die Sauna. Und zwar ein- bis zweimal die Woche - wie es offiziell auch empfohlen wird“, sagt Benjamin Lachmann, Assistent für Leitungssport beim Deutschen Schwimmverband in Kassel. Und erklärend fügt er hinzu: „Denn die Sauna eignet sich hervorragend, um die Körper der Sportler zu regenerieren und Krankheiten vorzubeugen.“
Anzeige „Ich empfehle allen Sportlern, einmal pro Woche in die Sauna zu gehen“, betont auch Prof. Dr. med. Peter W. Billigmann, Leiter des Instituts für Leistungsdiagnostik in Koblenz. „Dadurch lässt sich die Leistung steigern, denn der Körper kann sich in der Wärme gut erholen. Außerdem kommt der Kreislauf richtig in Schwung.“
Im Saunaraum herrschen Lufttemperaturen von bis zu 100 Grad. Da können sich die vom Sport beanspruchten Muskeln hervorragend entspannen. Das ist wichtig, um zur nächsten Trainingseinheit wieder voll einsatzfähig zu sein. Aber auch die Psyche profitiert: Beim Regenerieren in der wohligen Wärme kann man die Seele baumeln lassen, der Kopf wird frei. In der Vorbereitungszeit auf die Wettkämpfe sind die Sportler oft sehr unruhig und das Saunabaden kann die Nervosität gut dämpfen. Das finnische Sprichwort „In der Sauna verraucht der Zorn“ bestätigt dies. Wissenschaftlich nachgewiesen ist übrigens: Während des Hitzebades werden zusätzlich „Glückshormone“ (Endorphine) freigesetzt.
Ebenfalls positiv: Durch das Wechselspiel von Wärme und Kälte wird die Thermoregulation, also der Wärmehaushalt des Körpers gestärkt. „Durch die Saunawärme erweitern sich die Blutgefäße in der Haut“, erläutert Rolf-Andreas Pieper, Sportwissenschaftler und Geschäftsführer des Deutschen Sauna-Bundes in Bielefeld. „Beim anschließenden Abkühlen unter der kalten Dusche oder im Kaltwassertauchbecken ziehen sie sich sofort wieder zusammen. Dieses Blutgefäßtraining härtet ab und beugt Erkältungskrankheiten vor, die große Trainingsmühen zunichte machen könnten.“
Außerdem entschlackt bei den hohen Saunatemperaturen der Körper. „Durch das Schwitzen werden Stoffwechselendprodukte entfernt“, sagt Prof. Billigmann. Der Abbau von Milchsäure aus der Muskulatur wird in der Sauna gefördert. Vorteil für den Sportler: Er regeneriert besser und schneller. Schließlich ist die Übersäuerung des Muskels durch gehäuft auftretende Milchsäure eine Ursache für körperliche Ermüdung.
Besonders angenehm: Auf ein regelgerecht durchgeführtes Saunabad folgt meist ein entspannter Schlaf. Und eine erholsame Nacht ist bekanntermaßen die Basis, um am nächsten Tag wieder in Topform zu sein.
Extra-Tipp: Sportler haben nach ausgiebigem Training und Saunabaden einen erhöhten Bedarf an Spurenelementen, Mineralien und Vitaminen. Fruchtsäfte und Elektrolytgetränke gleichen die Verluste aus.
Auf die richtige Durchführung kommt es an ! „Richtig schwitzen“ will gelernt sein. Sportler, die etwas für Gesundheit und Wohlbefinden machen wollen, sollten folgende Regeln beachten:
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