
Himmelsstürmer am Fühlinger See!Während Papst Benedikt in München die Massen begeisterte, hofierten ihn die Menschenmassen in Köln auf eine ganz spezielle Art. Beim 6. Red Bull Flugtag waren 135.000 Zuschauer begeistert dabei, als sich das Team ‚Wir sind Papst’ mit seinem Papamobil von einer sechs Meter hohen Rampe in den 19 Meter-kühlen See stürzte. Bei hochsommerlichen Temperaturen waren noch 39 weitere kuriose Fluggeräte am Start, die dieser Bezeichnung nicht immer gerecht wurden. Denn der Flug war meist nicht lang. Unter dem tosendem Applaus der Zuschauermassen und durch die Bewertung von Jurymitgliedern wie Smudo, Ralf Richter sowie Schowi (Massive Töne) überzeugte aber letztendlich nicht ‚das himmlische Team’, sondern die Kappenbirds aus Bergisch Gladbach mit ihrer überdimensionierten Narrenkappe. Eine grandiose Leistung auf der nassen Landebahn zeigten auch die Zweitplazierten, das "Hai-Tec" Team aus Köln, das auch den weitesten Flug mit 15,4 Metern zeigte. "Green Dragon" aus Iserlohn belegte den dritten Platz.
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Vierzig Spaßpiloten-Teams aus allen Regionen Deutschlands und selbstverständlich aus der Karnevals-Hochburg Köln hatten am Sonntag die Lizenz zum Abheben - und das ganz ohne Pilotenschein. Vor den Augen des spaßerprobten Kölner Publikums war jeder erste Flug der 40 Fluggeräte auch gleichzeitig der letzte: Die 135.000 Zuschauer bewerteten die Show der kreativen Kunstflieger per Klatschometer. Wenn auch die Flugbahn der Objekte nicht immer auf optimalem Kurs war und die Weite manchmal die 10 Meter-Marke nicht überschritt - kreativ waren sie alle – sowohl die Flugmobile als auch die Teams. Die Bodencrew gab alles, um ihrem Piloten das Abheben von der Rampe so erfolgreich als möglich zu gestalten.
Dem rauchenden "Green Dragon" aus Nordrhein Westfalen stieg der Dampf aus der Nase und das trojanische Pferd verlor seinen Kopf bei seinem 11,8 Meter weiten Sprung. So weit brachte es das ‚Papamobil’ aus Werl leider nicht, sein Himmelsflug war nach 6,8 Metern beendet.
Die flugbegeisterte prominente aber auch strenge Jury gab zusätzlich zur Weite noch Haltungsnoten sowie die Kreativität der Darstellung, die in die Gesamtwertung einflossen: Schowi (Massive Töne), die Schauspieler Ralf Richter sowie Steffen Wink, Smudo, die zweifach Drachenflugweltmeisterin Corinna Schwiegershausen und weitere Promis waren von den Spaßpiloten begeistert. Was bei Sommer, Sonne und Volksfestcharakter auch nicht so schwer war. Die Laolo-Wellen am Strand des Sees brachten die Massen bei 30 Grad Außentemperatur zum Kochen – was die Moderatoren Guido Cantz (Comedian), Annett Fleischer (RTL), Ken Jebsen (Radio Fritz) und Claudia Barbonus (Radio Köln) noch kräftig anheizten. Die Stimmung hätte nicht besser sein können!
Aber neben den grandiosen Jungfernflügen der selbst konstruierten Fluggeräte, gab es auch noch ein rekordverdächtiges Rahmenprogramm: eine Gleitschirmakrobatik der Flying Bulls, die Musik des Reggae Newcomers Martin Jondo sowie die Kölschrockband Brings heizten dem Publikum richtig ein.
Natürlich gingen die drei besten heldenhaften Hobbypiloten und deren Fluggerätemechaniker nicht leer aus. Die aeronautischen Leistungen wurden entsprechend entlohnt. So dürfen die Kappenbirds aus Bergisch Gladbach nun zur Flug-WM, dem Red Bull Air Race, nach San Francisco. Das Hai-Tec Team aus Köln gewinnt einen Rundflug mit den Flying Bulls über deren Heimatflughafen in Salzburg. Der Drittplatzierte, die "Green Dragon", darf einen Blick hinter die Kulissen des einzigen deutschen Kunstflugherstellers Walter Extra in Hünxe werfen.
Fazit der fit1-Redaktion (Dominic Alimi, Lars Plettau): Bombastisch oder einfach Genial? Welches Wort am Besten für ein Red Bull Event passt, können wir leider nicht sagen. Der Red Bull Flugtag war, wie auch schon das Red Bull Air Race, eine Sensation. Die Organisation, sowie die komplette Show waren hervorragend und vor sehr lustig. Selbst das Wetter spielte mit und wir konnten uns die "fliegenden Helden" bei strahlendem Sonnenschein anschauen. Wer bei diesem Event nicht dabei war, ist selber Schuld. Den nächsten Red Bull Event sollte man auf jeden Fall fest einplanen! Wir waren und sind immer noch begeistert und freuen uns auf den nächsten Event! BERICHT: LP
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