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Muskelaufbau nicht im Internet
Wissenschaftler warnen vor Anabolika.

Daß Surfen im Internet und Muskelaufbau nicht zusammen passen liegt auf der Hand. Bekannt ist auch, daß allerhand Unsinn im World Wide Web kursiert. Das Angebot von gesundheitsschädlichen "Nahrungsergänzungsmitteln" ist allerdings eine neue Gefahr und nicht zu unterschätzen. So warnen nun das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zur Vorsicht beim Kauf von Produkten, die für einen raschen und übermäßigen Muskelaufbau empfohlen werden.
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Untersuchungen von Überwachungsbehörden in Deutschland haben gezeigt, daß einige Produkte, die über das Internet bezogen und als Nahrungsergänzungsmittel bezeichnet wurden, Anabolika enthielten, die aber nicht als Inhaltsstoffe angegeben waren. Der Zunahme der Muskelmasse stehen dadurch unterschiedliche, zum Teil schwerwiegende Nebenwirkungen der Anabolika gegenüber. Leberfunktionsstörungen, Beeinträchtigungen des Salzhaushaltes des Körpers, Akne und Aggressivität sind nur einige davon. Bei Männern fördern sie darüber hinaus Prostatakrebs. Es besteht die Gefahr einer Hoden-atrophie (Schrumpfung der Hoden) und von Unfruchtbarkeit. Bei Kindern im Wachstumsalter ist ein vorzeitiger Verschluß der Knochenwachstumsfugen mit Wachstumsstillstand möglich. In Deutschland sind derartige Präparate und Anabolika nicht als Arzneimittel zur Erhöhung der Muskelmasse zugelassen.
Die Wissenschaftler raten daher: Bei Zweifeln oder unklaren Auskünften sollten Sie auf die Einnahme derartiger Präparate verzichten. MM
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Weitere Informationen unter www.aid.de
     [10.09.2006]
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