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86 % der Deutschen unterschätzen Bluthochdruckrisiko
Lediglich jede sechste Frau und sogar nur jeder neunte Mann (insgesamt 14 Prozent) halten Bluthochdruck für eine lebensbedrohliche Erkrankung.

Das zeigt das LIFE-Hochdruck-Barometer - eine repräsentative Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut GEWIS im Auftrag von MSD Sharp & Dohme durchführte. Die Erhebung vom August 2003 mit über 1000 Teilnehmern zwischen 35 und 64 Jahren deckt auf, dass die Bundesbürger sich über eines nicht im Klaren sind: Ein zu hoher Blutdruck (Hypertonie) kann dramatische Folgen bis hin zum Tod haben. So glauben rund drei Viertel der Befragten, dass Bluthochdruck zwar den Körper schädigt, aber ihr Leben nicht bedroht. Knapp ein Drittel ist sogar der Meinung, dass Bluthochdruck gar keine Erkrankung ist, sondern eine ganz normale Alterserscheinung.
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Bluthochdruck als Hauptrisikofaktor für Schlaganfall verkannt
Tatsächlich ging man früher davon aus, dass ein erhöhter Blutdruck, insbesondere bei älteren Menschen normal ist. Heute weiß man jedoch, dass Bluthochdruck der bedeutendste Risikofaktor für den Schlaganfall ist. Dennoch halten nur 15 Prozent der Deutschen die Senkung erhöhter Blutdruckwerte für den wichtigsten Faktor zur Verhinderung eines Schlaganfalls. Mit dem Rauchen aufzuhören und sich gesund zu ernähren messen die Deutschen irrtümlicherweise eine höhere Bedeutung bei als einem gesunden Blutdruck.
Das LIFE-Hochdruck-Barometer deckt auf: 86 Prozent der Deutschen unterschätzen das Bluthochdruckrisiko
Hohe Dunkelziffer an Erkrankten
Das geringe Bewusstsein für die zentrale Bedeutung erhöhter Blutdruckwerte spiegelt sich in der Häufigkeit wider, mit der die Deutschen ihren Blutdruck beim Arzt kontrollieren lassen. So gehen etwa nur die Hälfte der Bundesbürger regelmäßig zur Blutdruckkontrolle. Dabei sollte laut Empfehlung der Krankenkassen jeder vom 36. Lebensjahr an seine Werte regelmäßig überprüfen lassen. Nicht verwunderlich, dass nur 16 Prozent wissen, dass sie unter einem Bluthochdruck leiden. Laut einer Studie unter Beteiligung des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland jedoch 55 Prozent der 35 bis 64-Jährigen betroffen. Das zeigt: ein großer Teil der Erkrankten weiß nichts von ihrem Bluthochdruck.
Schlaganfall vorbeugen durch konsequente Blutdrucksenkung
Daten, die nachdenklich stimmen, denn 2001 erlitten im Durchschnitt täglich rund 550 Menschen in Deutschland einen Hirninfarkt, 111 starben an den Folgen. Das Fatale: Viele dieser Schlaganfälle könnten verhindert werden. Denn das Wissen um den Bluthochdruck und dessen konsequente Behandlung können das Schlaganfallrisiko deutlich senken. Neben der Umstellung der Lebensgewohnheiten ist häufig eine Behandlung mit Medikamenten nötig. Hierbei zeigte sich das Medikament LORZAAR (Losartan, MSD) nachweislich besonders effektiv: Die LIFE-Studie belegte bei Hochdruckpatienten mit einer Vergrößerung des linken Herzmuskels neben der blutdrucksenkenden Wirkung auch eine Verringerung des Schlaganfallrisikos um 25 Prozent gegenüber einem gängigen Betablocker. Ein Viertel der Schlaganfälle konnte somit verhindert werden. Überträgt man diese Daten auf Deutschland, würde das pro Tag rund 24 Schlaganfälle weniger bedeuten. PPG
     [21.10.2003]
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