Fitness Trends
 fitness rss feed
Volltext-Suche
Community
user:
pass:
registrieren 
Partnerlinks
GFG Hair and Styling
Neueste Meldungen







So kommt ihre Fitness ins Rollen
Wie Sie aus dem Trendsport Inline-Skaten das beste Outdoor-Training für Kraft, Ausdauer und Koordination machen.

Skaten ist für ihn das Größte: "Das ist ein echter ganzheitlicher Sport," schwärmt Volker Nagel, Sportwissenschaftler an der Universität Hamburg. Er hat sich mit dem jungen Trendsport sogar akademisch beschäftigt. Er kann alle Vorzüge belegen:
Beim Skaten werden Kraft und Kräftigung mit Koordination und Kondition sowie Bewegungsgefühl verzahnt.
Inline-Skater müssen sich ständig im Gleichgewicht halten. Die sogenannte Haltemuskulatur, besonders der Rücken wird trainiert.
Die Körperspannung ist höher als beim Laufen,weshalb der Energieverbrauch sogar beim gemütlichen Rollen ähnlich hoch ist wie beim Joggen (600 Kalorien pro Stunde).
Selbst für den Kopf ist Skaten eine Bereicherung. Als Beweis liest Nagel aus dem Brief einer 60-Jährigen vor, die beschreibt, wie sie ihre Depressionen einfach weggeskatet habe. Auf den acht Rollen, auf denen sie zuerst herumstakste, habe sie sich bald so leichtfüßig und wie befreit gefühlt wie noch nie. Für den Sportwissenschaftler ist das ein entscheidendes Argument: Anders als beim Joggen oder Walken wird man beim Skaten (wie auch beim Rudern) allein durch das "Fliegen" durch die sich verändernde Landschaft aus sich herausgezogen – lernt, sich selbst loszulassen. Oder wie es in einer Studie Nagels heißt: Mit der äußeren Balance die innere Ausgeglichenheit erreichen, mithin, "sich bewegt ins Lot bringen".
Skaten ist ein beschwingender, nachhaltig motivierender Sport.
Skaten hat sich längst vom Massensport zum echten Gesundheitstraining entwickelt: Herz- und Kreislauf werden spielerisch beansprucht. Es ist deutlich gelenkschonender als Joggen, und die Rumpf- und Rückenmuskulatur werden stabilisert.
Skaten ist eine klasse Ergänzung zu anderen Sportarten. Wer lernt, in der Bewegung unterschiedliche Situationen zu meistern, kann das auch auf Sportarten wie Hockey, Tennis, Fußball, Skisport etc. übertragen. Nagel behauptet sogar, Skater seien die besseren Verkehrsteilnehmer, alldieweil ihre Muskeln intelligenter seien durch die hohen Ansprüche, die der Sport an Gleichgewichtssinn und die gesamte Koordination stelle.
Anzeige
 
Skaten hat sich längst vom Massensport zum echten Gesundheitstraining entwickelt: Herz- und Kreislauf werden spielerisch beansprucht. Es ist deutlich gelenkschonender als Joggen, und die Rumpf- und Rückenmuskulatur werden stabilisert.
Welche Muskeln werden beansprucht?
Das sind vor allem die seitliche Bein- und Gesäßmuskulatur. Das lässt sich gut nachvollziehen, wenn man sich die Entwicklung im Skilanglauf in Erinnerung ruft: Bis zu den 80er Jahren sahen die Langläufer eher aus wie Leichtathleten. Als das Skaten auf der Loipe Einzug hielt, wurden mit einem Mal Beine und Gesäß breiter und die Figuren näherten sich denen der Eisschnellläufer an. Für Volker Nagel, der schon seit 1993 übers Inlinen forscht und lehrt, gibt es kein besseres Beine und Po-Programm als im Gelände, vor allem im ansteigenden, zu skaten. Wem dies noch zu wenig ist, der erreicht ein komplettes Ganzkörpertraining, in dem er wie beim Skilanglauf im Skatestil die extra für Asphaltpisten entwickelten Stöcke mit einsetzt. Experten kennen das als Nordic Blading. Wer’s lieber mag, kann natürlich ebenso seine Hanteln mit auf die Asphalttour nehmen. Im Übrigen hilft Skaten gegen steife Hüften, ein typisches Mangelsyndrom in unseren Breitengraden, wo Rumpfbeweglichkeit wenig trainiert wird – im Vergleich zu den Südamerikanern, die übers Tanzen ihre Rumpfmuskeln flexibel halten. Was allerdings zu kurz kommt, ist der Wadenmuskel wegen der fehlenden Lande- und Streckbewegung – deshalb gilt: zwischendurch auch mal einen anderen Sport machen, Joggen zum Beispiel, damit die Waden nicht verkümmern.
Wie trainiert man am effektivsten?
Das beste Training ist, sich in einer grossen technischen Vielfalt ausbilden zu lassen, rät Volker Nagel: Mal vorwärts, mal rückwärts fahren, die Sanduhr nachrollen (beide Beine gleichzeitig auseinander und wieder zusammenfahren lassen), Bogentechniken beherrschen wie das Übersetzen (bekannt aus dem Kurvenfahren der Eisschnellläufer). Außerdem lässt sich auch im Einüben diverser Kunststücke die Muskulatur besser ausreizen.

Viel bringt auch das Spielen mit situativen Herausforderungen:
lange Strecken überwinden
Hindernisse bewältigen
steile Anstiege wie Abfahrten meistern
überraschenden Natur- und Umweltbedingungen ausweichen Also: beschleunigen, bremsen, ausweichen, ökonomisch gleiten. Erst ein reichhaltiger Erfahrungsschatz bringe eine höhere "Schlagfertigkeit" im Reaktionsmuster. Bodyshaping auf Rollen ist nur empfehlenswert für diejenigen, die sich schon sicher auf ihrem fahrbaren Untersatz fortbewegen können. Dann shaped’s sich wunderbar mit einem Satz kleiner Hanteln (es reichen schon die leichten mit ein bis zwei Kilo).
Vor allem die seitliche Bein- und Gesäßmuskulatur werden beansprucht. Es gibt es kein besseres Beine und Po-Programm als im Gelände, vor allem im ansteigenden, zu skaten.
Wie oft ist Rollen-Training angesagt?
Beim Skaten gilt wie bei anderen Ausdauersportarten: Am besten drei- bis vier Mal die Woche etwa 30 bis 45 Minuten lang. Die optimale Fettverbrennung setzt bei Puls 120 bis 130 ein. Insider wissen, dafür muss man schon ganz schön rasant fahren. Experten-Tipp von Volker Nagel: "Steckt lieber mehr Geld in die Schutzausrüstung als euch das Leben mit den schnellsten Schuhen unnötig leicht zu machen."
Was sorgt für die beste Fitness?
Für die Ausdauer unbedingt Inlinen mit Schwimmen, Fahrradfahren und Joggen abwechseln. Nur joggen strapaziert – vor allem bei Übergewicht – die Gelenke, wer nur Rad fährt, riskiert Inkontinenz. Das beste ist, eine Mischung aus allem. Und dazu ein konsequentes Kraft-Training: Bergauf skaten. Was allerdings voraussetzt, dass man auch die Downhill-Techniken draufhat.
Ist Skaten auch was für Oldies?
Untersuchungen der Universität Hamburg bei Über-50-Jährigen (auf einem sensorisch ausgestatteten Messkreisel) haben ergeben, dass Körperspannung und Gleichgewichtsgefühl enorm wachsen durch regelmäßiges Skaten. LP
Wo gibt’s Infos? Hamburger Inline-Skating Schule e.V. (HIS): Tel: 040-428 38 36 05; Fax: 040-428 38 68 61; inline@uni-hamburg.de, www.inline-skating-schule.de Weitere Schulen in Berlin: Tel. 030-30819200; Fax 030-30819201, inline-skate-mobil@t-online.de; Stuttgart: Tel. 0711-4516785; DCaprano@t-online.de; München: Tel. 089-2608141; Fax 089-76704198; Funline.munich@gmx.de
powered by shape up
>> jetzt abonnieren
     [11.07.2003]
Anzeige
Anzeige
www.dantao.de
Newsletter | Fitness-Forum | Community | Impressum | Werben auf www.fitness1.de | RSS | Kontakt