
Immer mehr junge Leute entdecken das Wandern als
Funsport. 75 Prozent der unter 30-Jährigen wandern gern, wie eine
Untersuchung des Soziologen Rainer Brämer mit 1.000 Bundesbürgern
ergab, die die Zeitschrift VITAL in ihrer neuen Ausgabe
veröffentlicht. Bei den 20- bis 39-Jährigen hat sich der Anteil der
begeisterten Wanderer innerhalb von zwei Jahren verdoppelt, und bei
Studenten stehen Wandern und Joggen laut Studie auf Platz zwei der
beliebtesten Sportarten. Hauptmotivation der Wanderer ist dabei nicht
die die Entfernung, sondern der Naturgenuss.
Anzeige Brämer unterstreicht die gesundheitlichen Vorteile des neuen
Funsports: "Wandern ist ein optimaler Ausgleich gegen Stress und zu
wenig Bewegung", sagt der Experte. Es diene auch der
"Entschleunigung"eines immer hektischeren Alltags. Wer drei- bis
viermal wöchentlich zügig geht, joggt oder Rad fährt, senkt seinen
Blutdruck und vermindert damit automatische das Herz- und
Schlaganfallrisiko. Und sogar Allergiker und Menschen mit
Atemwegserkrankungen laufen in der klaren Luft der Wandergebiete zur
Bestform auf.
"Besonders günstig ist, dass die Intensität individuell dosiert
werden kann", sagt Dr. Petra Platen von der Sporthochschule Köln.
"Nicht so leistungsstarke Menschen können kürzere und ebene Strecken
auswählen, trainierte gehen ins Gebirge oder laufen schneller". Und
je höher gewandert wird, desto besser ist nach einer aktuellen Studie
der Effekt. Denn schon nach zwei Wochen aktivem Berg-Urlaub bessern
sich Blutdruck und Zuckerstoffwechsel messbar.
Anfängern raten die Experten, beim Wandern zunächst einfache Strecken mit wenig Steigungen zu wählen. Zur Ausrüstung gehören gute Karten, geeignete Schuhe und Funktionskleidung. Wer noch nie gewandert ist, sollte mit Tagestouren beginnen und sich nicht überschätzen. Für fünf Kilometer Wegstrecke kann man etwa 60 Minuten Gehzeit kalkulieren, für jeweils 300 Meter Höhenunterschied kommen 30 Minuten hinzu. me
Text: VITAL |