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Der Giftstoff gegen Falten
Der neueste Beauty-Trend der USA hat Deutschland erreicht: Auch bei uns lassen sich Frauen auf so genannten Botox-Partys den Giftstoff gegen Falten spritzen.

Die Frauenzeitschrift PETRA dokumentiert in ihrer neuen Ausgabe eine solche Party in Hamburg. Hier trafen sich mehrere Frauen mit einem Mediziner, der ihnen die angebliche Wunder-Waffe gegen Falten in das Gesicht injiziert, allerdings auf eigenes Risiko.
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Die Substanz Botolinum Toxin A (genannt Botox) wurde bislang gegen unkontrollierte Augenzuckungen und Krämpfe verabreicht und ist in hoher Dosierung tödlich. Anders als in den USA ist Botox in Deutschland nicht für den kosmetischen Einsatz zugelassen, und Mediziner dürfen keine Patienten für eine solche Behandlung werben.
Über 1.000 Botox-Behandlungen hat der Hamburger Schönheitschirurg, der namentlich nicht genannt werden möchte, bereits gemacht. "Bisher ohne Komplikationen", wie er sagt. Bei seinen Treffen teilen sich vier bis fünf Patientinnen aus Kostengründen eine Ampulle Botox, die immerhin 400 bis 500 Euro teuer ist. Wenige Tage nach der Behandlung setzt von der Nase aufwärts eine Lähmung ein, und die
Mimik-Falten um Augen und Stirn verschwinden - allerdings auch die sichtbaren Gefühlsregungen.
Wenn nach drei bis sechs Monaten wieder Bewegung ins Gesicht kommt, muss erneut gespritzt werden.
Die erste Behandlung auf den Treffen des Hamburger Mediziners ist gratis. Nach dem PETRA-Bericht werden die Kosten vom Hersteller gesponsert, denn mit dem kostenlosen "Anfixen" wollen sich Arzt und Pharma-Industrie Langzeit-Patienten sichern. In den USA sind solche Dauer-Anwender bereits als Botox-Junkies bekannt. RH
Quelle: PETRA
     [08.08.2002]
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