
Mountainbiker dürfen sich neben "Hals- und Beinbruch" nun neuerdings auch "Glück auf" wünschen. Denn nicht immer führt die holprige Fahrt auf dem Drahtesel entlang überirdischer Waldwege. Der Berg ruft auch die Radler und selbst unter Tage geht es über Stock und Stein - also nichts wie hinein! Anzeige Der Ausflug in die Unterwelt beginnt im österreichischen St. Kanzian am Klopeiner See. Hier bietet Christian Pongratz geführte Touren mit dem Mountainbike an. Dank einer Kooperation mit dem benachbarten slowenischen MTB-Park in Crna führen diese nun auch unter anderem durch die insgesamt 800 km langen Stollen eines alten und stillgelegten Bergwerkes.
Das eng verzweigte Höhlensystem aus weißem Kalkgestein mit seinen rund 170 Meter tiefen Schächten verursacht eine ganz besondere Gänsehautstimmung unter den Fahrern, die sich bei 95 Prozent Luftfeuchtigkeit und 8 Grad Celsius besonders fröstelnd über die Haut legt. Bis 1994 wurde hier noch Magnesit und Blei abgebaut, heute machen die Mountainbiker vom Sportcenter Pongratz den Stollen unsicher.
Mit batteriebetriebenen Grubenlampen und Bergmannshelmen ausgerüstet, sowie einem ausgebildeten Führer an der Spitze des Feldes, beginnt die Fahrt. Aus Sicherheitsgründen bilden maximal 8 Fahrer eine Gruppe, immerhin gilt es vor allem, die Übersicht im Innern des Berges zu bewahren. Mit seinen 800 km sowie den 300 Ein- und Ausgängen, ist das nicht immer ganz einfach.
Nach abenteuerlichen 8 km Fahrt und rund eine Stunde später ist der Berg bezwungen, über eine schöne Panoramaroute geht es wieder zurück nach St. Kanzian. Und wer immer noch nicht genug feuchte Luft geschnuppert hat, der kann sich ja bereits auf die nächste Expedition im nächsten Jahr freuen. Dann können auch die unterirdischen Seen des Bergwerks mit dem Kajak befahren werden. ME Weitere Infos: www.sportcenter.at |