Fitness Specials
25.05.2012
01:33Uhr

42 km of Cologne
Laufend ein Zeichen gegen HIV setzen.

Laufbegeistert, hochmotiviert, HIV-positiv – das sind die Ausdauersportler des B42-Teams der Initiative „42 km of Cologne – Be part of it!“. Nach einem Jahr medizinisch und sportlich betreuter Vorbereitung stand das Finale an: Am 7. August 2010 sind die Teilnehmer in Köln beim Marathon im Rahmen der Gay Games an den Start gegangen.
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Die Initiative wurde von dem Gesundheitsunternehmen Abbott ins Leben gerufen und zeigte erstmals beim Berlin-Marathon 2008, welches sportliche Vermögen in HIV-Positiven steckt. Mit insgesamt 21.102 gelaufenen Kilometern in der Trainingsphase und beim Marathon haben die Läufer der letzten Staffel ein deutliches Zeichen gesetzt – für sich und andere. Seit August 2009 sammeln die 20 Läuferinnen und Läufer der aktuellen Staffel gemeinsam mit Helferläufern fleißig Streckenkilometer für die eigene Gesundheit und mehr Akzeptanz gegenüber HIV-Positiven in der Öffentlichkeit.

© Gesundheitsunternehmen Abbott
Gut vorbereitet
Neben der sportlichen Ambition waren für die Läufer des B42-Teams Erfahrungsaustausch und Teamgeist wichtige Stützen auf dem Weg zum Finale in Köln. Das war neu für viele Teilnehmer, denn eine HIV-Infektion führt aufgrund vieler Vorurteile eher zu Schweigen und Isolation als zu Offenheit und Gemeinschaftssinn. Hinter jedem Teammitglied stecken eine persönliche Geschichte und sehr unterschiedliche Erfahrungen mit dem Thema HIV, aber bei einem sind sich alle Beteiligten einig: Die Initiative ist der Beweis, dass HIV-positive Menschen mit Nichtbetroffenen zu einem tollen Team zusammenwachsen und sportliche Höchstleistungen vollbringen können. Jedem der im Sommer letzten Jahres unter vielen Bewerbern ausgewählten 20 Läuferinnen und Läufer stand ein sogenannter Helferläufer zur Seite. Einige von ihnen, wie Ralph Ehrlich aus Berlin, waren Teilnehmer der ersten Staffel, die das ihnen einst entgegengebrachte Engagement weitergeben möchten. „Alleine hätte ich es in Berlin nicht ins Ziel geschafft“, erklärt Ehrlich, „in diesem Jahr wollte ich etwas zurückgeben.“ Auch der Extremsportler und Aidsaktivist Joachim Franz, der für sein weltweites Engagement gegen HIV/AIDS als Europäer des Jahres 2009 ausgezeichnet wurde, sowie Mitarbeiter des HIV-Teams von Abbott unterstützten und prägten die Initiative. Ein wichtiger Meilenstein und die erste echte Belastungsprobe des B42-Teams war die Teilnahme am Halbmarathon in Kassel Mitte Mai, bei dem alle Teilnehmer das Ziel erreichten.

© Gesundheitsunternehmen Abbott
Positive Auswirkungen des Trainings
Bereits die Initiative „Die 42 km von Berlin“ 2008 hatte gezeigt: Marathonlaufen tut HIV-Positiven physisch und psychisch gut. Bei den untersuchten Teilnehmern wurde eine positive Auswirkung auf das Immunsystems und den Krankheitsverlauf beobachtet. Neben den körperlichen Auswirkungen berichteten die Ausdauertrainierten von mehr Vitalität, Leistungsfähigkeit und Selbstbewusstsein. „Ich fühle mich so fit wie nie“, lautete das begeisterte Statement eines Teilnehmers. „Ich habe HIV-positiv sportlich mehr erreicht, als ich mir in HIV-negativen Zeiten je zugetraut hätte!“ Auch in diesem Jahr wurden die Parameter der Läufer wieder wissenschaftlich ausgewertet. Aber für alle steht bereits fest: Die Teilnahme hat sich gelohnt!
Weitere Informationen unter www.42kmplus.de
[ JO ]
http://www.fitness1.de/de/specials/drucken/
n-7254986-42-km-of-cologne.htm