
Tipps von frubiase SPORT.Jeder kennt das: Vormittags fühlt man sich noch fit und aktiv, doch spätestens nach dem Mittagessen ist der Körper gerne mal auf Faulenzen eingestellt. Wie der Mond die Gezeiten Ebbe und Flut beeinflusst, so lässt uns die innere biologische Uhr gerne mal nach ihrer Pfeife tanzen, vor allem beim Thema Fitness. Wer viel Sport macht und dabei seinen Körper nicht unnötig fordern will, tut gut, auf dieses „Ticken“ zu hören. frubiase SPORT zeigt, wie man im Einklang mit seinem Körper trainieren kann und auf was es dabei zu achten gilt.
Anzeige Morgens Die Kohlehydratspeicher sind jetzt leer, da der Körper viel Energie in der Nacht gebraucht hat, um sich von einem anstrengenden Tag zu erholen und sich zu regenerieren. Vor dem Frühstück sollten Sportarten, die ein hohes Maß an Koordination verlangen, vermieden werden. Da das Gehirn im Gegensatz zu den Muskeln keine Energie aus den Fettzellen verbrennen kann, ist die Arbeits- und Denkfähigkeit des Gehirns noch eingeschränkt. Man macht mehr Fehler und neigt eher zu Verletzungen. Moderates Ausdauertraining, das nicht zu viel Koordination fordert, wie Walken, Schwimmen oder eine lockere Runde Joggen in der frischen Morgenluft sind jetzt ideal. Erst nach einem ausgiebigen Frühstück sind die Energiespeicher dann wieder voll aufgeladen. Der Körper ist nach einer kurzen Verdauungspause jetzt bereit für Power-Training, das auch die Konzentration und Koordination fordert wie zum Beispiel Squash oder Tennis.
Mittags Nach dem Essen ist unser Körper erst einmal mit der Verdauung beschäftigt. Für ein ausgiebiges Fitnessprogramm ist nun definitiv der falsche Zeitpunkt. Wer jetzt allerdings einen Spaziergang an der frischen Luft macht oder sich die Zeit nimmt und ausruht, kommt schneller wieder aus dem „Mittagstief“ und startet fit und gestärkt in die zweite Hälfte des Tages. Für ein richtiges Power Workout ist dann am späten Nachmittag die optimale Zeit. Das Mittagessen ist verdaut und in den Muskeln steht Energie bereit. Der Körper läuft nun zu Höchstformen auf, Ausdauertraining oder Kraftworkout im Fitnessstudio sind jetzt am effektivsten. Warum? Körpertemperatur, Puls und Blutdruck zeigen jetzt Spitzenwerte an und die Leistungsbereitschaft steigt auf den Höhepunkt. Auch das Trainieren der Muskeln ist dadurch jetzt besonders effektiv.
Abends Zu später Stunde stellt sich der Körper langsam auf Ruhe ein. Der Blutdruck sinkt und auch die Herzfrequenz nimmt ab. Nun gilt: Der Kreislauf sollte nicht mehr durch Power-Sport wie schnelles Joggen oder Indoor Cycling angeheizt werden, eher sind z.B. ein paar lockere Bahnen im Schwimmbad genau die richtige Abendbeschäftigung. Denn wer seinen Körper jetzt noch zu sehr fordert, hat später Probleme beim Einschlafen, da der beanspruchte Körper nach sportlicher Aktivität erst nach einiger Zeit wieder zur Ruhe kommt.
Der eigene Biorhythmus Grundsätzlich hat die Leistungsfähigkeit ein Hoch in den Morgenstunden und einen weiteren Höhepunkt am späten Nachmittag. Kleine Unterschiede ergeben sich aber von Mensch zu Mensch: Die Forschung weiß inzwischen, dass Gene die innere Uhr bestimmen und damit auch die Leistungsfähigkeit beeinflussen. Es wird zwischen zwei Chronotypen unterschieden: den tagaktiven „Lerchen“ und den nachtaktiven „Eulen“. Je nach Chronotyp kann das persönliche Leistungsmaximum in den frühen Morgenstunden (Typ: Lerche) oder am Abend (Typ: Eule) liegen. Um den besten individuellen Trainingszeitpunkt zu finden, ist es wichtig, auf den persönlichen Biorhythmus zu achten.
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