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Mit Disziplin zum Ziel
Sönke Steiner beim IRONMAN Austria 2009.

3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42 km Laufen. Was für manche Menschen wie pure Selbstqual klingt, gehört für andere wiederum zu den Highlights des Jahres. Im Sommer fand bereits zum 11. Mal der IRONMAN Austria statt. Mit dabei: Sönke Steiner (35) vom INJOY Sales Force Team. Sein erklärtes Ziel war es, die eigene Bestzeit von 11 Stunden und 13 Minuten zu unterbieten. Ob er es geschafft hat, erfahrt Ihr hier.
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Der IRONMAN Austria 2009 war für Sönke zwar bereits der vierte Ironman, die Grundkondition ist also vorhanden, aber dennoch galt auch dieses Mal: Ohne Fleiß kein Preis. Erst dann konnte es bei strahlendem Sonnenschein und vor der Kulisse des herrlichen Alpen-Panoramas mit insgesamt 2.700 Teilnehmern an den Start gehen.
Die intensive Vorbereitung auf den diesjährigen Ironman begann für Sönke Anfang Dezember, also sieben Monate vor dem Start. Dabei ist es gar nicht so einfach, seinen Fulltime-Job, den Steiner als Sales-Coach bei INJOY nun einmal hat, und das Training unter einen Hut zu bringen. „Dazu gehört schon eine Menge Disziplin“, erzählt Sönke Steiner, „es ist nicht gerade leicht, wenn man einen zehn bis zwölf Stunden Job hat. Aber dann muss man sich unter der Woche eben auf den Morgen und die Mittagspausen konzentrieren.“ Mehr als zehn Stunden Training pro Woche standen auf Sönkes Programm. Morgens vor der Arbeit ging es zum täglichen Joggen, am Wochenende waren die langen Trainingseinheiten an der Reihe. Viel Freizeit blieb neben Job und Training also nicht mehr, vor allem da im Mai die Wettkampfphase begann. Dann stand an jedem zweiten Wochenende ein Wettbewerb auf dem Programm.
Aufgrund seines zeitaufwendigen Jobs hatte Sönke nicht immer die Zeit, alle Disziplinen des Ironman gleich intensiv zu trainieren: „Sehr stark konzentriert habe ich mich auf das Laufen. Das kann man schließlich überall. An den Wochenenden waren die Radeinheiten dran.“ Das Schwimmtraining hat der 35-Jährige in diesem Jahr komplett ignoriert. Nur äußerst selten konnte man ihn im Hallenbad antreffen. „Letzteres haben dann auch meine Zeiten gezeigt, die waren schlecht“, kommentiert Steiner seine Schwimmzeit von 1:34 h über 3,8 km.
Aber zum Glück lief es dafür in den anderen beiden Disziplinen besser. Die 180 km Radfahren absolvierte Sönke in 5:18 h. Hier hatte er im Vorfeld das Material verbessert, war auf voll-Carbonfelgen und Aerolenker umgestiegen und hatte in eine neue Schaltungsgruppe investiert. „Nach 140 km auf dem Rad habe ich aber schon die wenigen Trainingskilometer gespürt und schwere Beine bekommen“, sagt der 35-Jährige, der sich während des gesamten Ironman aber sehr gut gefühlt hatte. Im Januar hatte er seine Ernährung komplett nach dem Konzept von Metabolic Balance umgestellt – auch das führte letztendlich zu einem noch besseren Körpergefühl.
Trotz schwerer Beine beim Radfahren hat Sönke aber während des IRONMAN Austria 2009 nie an Aufgabe gedacht. „Den sogenannten toten Punkt zu überwinden, ist reine Kopfsache“, sagt der 35-Jährige und verrät gleichzeitig sein „Geheimrezept“: „Ich motiviere mich, indem ich mir sage: Nur noch 40 km auf dem Rad, nur noch 30 km. Das hat bis jetzt immer bestens funktioniert. Und wenn du dann in die Wechselzone kommst, dein Rad abstellst, die Laufschuhe anziehst und siehst, dass du nun auf Zielkurs bist, kommt die Motivation von ganz alleine“.
Die 42 km Laufen spulte Sönke anschließend in 3:54 h ab. Im Ziel angekommen, war der 35-Jährige mit seinen eigenen Leistungen natürlich sehr zufrieden: „Ich habe einen Fulltime-Job und konnte bei weitem nicht so trainieren, wie ich es eigentlich für einen solchen Ironman müsste.“ Trotz des vielleicht nicht ganz optimalen Trainings und der schlechten Zeit beim Schwimmen hat Sönke Steiner seine persönliche Bestzeit beim Ironman in Klagenfurt / Österreich unterboten – um genau 16 Minuten. Nach 10:57 Stunden erreichte der 35-Jährige das Ziel.
Und diese Bestzeit wird dann beim IRONMAN Austria 2010 erneut angegriffen? „Nein. Denn ich werde mich im nächsten Jahr nicht auf der Ironman-Distanz blicken lassen“, sagt Sönke Steiner, der aber natürlich bereits andere Pläne hat. Das große Ziel für 2010 ist die Weltmeisterschaft in der Mitteldistanz in Florida. Spannend wird es also im Juli, wenn der 70.3 in Antwerpen auf dem Programm steht. Hier muss die Form stimmen, schließlich soll die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im November in Florida geschafft werden. Natürlich stehen außerdem noch weitere Wettkämpfe auf dem Plan. Nur, was danach kommt, weiß Sönke heute noch nicht. Aber eigentlich wollte er ja auch immer nur einen einzigen Ironman bestreiten – und zwar in 2006...
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»Reine Kopfsache
     [13.11.2009]
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