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Der Dank geht an die Freundin
fit1.de begleitet Sönke Steiner bei seinem vierten Triathlon.

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Kurz vor seinem Start beim Kärnten IRONMAN Austria, der am 5. Juli in Klagenfurt / Österreich stattfindet, stand uns Sönke Steiner in einem Interview Rede und Anwort.
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Fit1: Wie bist du überhaupt zum Triathlon gekommen? Es ist ja nicht so, dass dieser Sport so populär ist wie Fußball oder Ähnliches.
Sönke Steiner: Nun, Schuld sind meine Eltern. Mein Vater wohnte 2003 in der Nähe von Roth, dem damaligen Mekka der Triathleten. Da mein Vater an der Radstrecke wohnte, schauten wir zu. Da ist der Funke übergesprungen und ich wusste, dass ich irgendwann einmal einen Ironman absolvieren werde. Nach drei Jahren Vorbereitung und intensivem Training war es 2006 dann soweit.
Fit1: Was reizt dich so sehr daran?
Sönke: Der Reiz ist, dass es nicht auf nur eine einzige Sportart ankommt. Wenn du schlecht geschwommen bist, hast du noch das Radfahren oder das Laufen. Ein guter Radfahrer ist auch noch lange kein guter Triathlet. Die Kunst ist, herauszufinden, wo genau die Schwelle ist, zwischen schnell beim Radfahren zu sein, aber auch noch genug Kraft zu haben, um anschließend den Marathon zu schaffen.
Fit1: Ist es nicht manchmal schwer, seinen inneren Schweinehund zu überwinden?
Sönke: Das mit dem Schweinehund ist schon ab und zu ein Problem. Vor allem in der Vorbereitung Anfang Dezember. Sobald du aber dein Training voll aufgenommen hast, spielt es sich ein. Und wenn ich einmal keine Lust habe, Rad zu fahren, dann gehe ich eben schwimmen oder laufen. Bei der Vorbereitung für einen Triathlon kannst du dir aussuchen, welche Sportart du zu welchem Zeitpunkt trainierst.
Fit1: So ein Lauf dauert je nach Art mehrere Stunden. Woran denkt man dabei? Oder ist man ausschließlich auf den Wettkampf fixiert und blendet alles andere aus?
Sönke: Man denkt an alles Mögliche. Wann man die Jungs, die vor einem sind, überholt. Wann man etwas essen muss. Wie es einem gerade geht. Man nimmt aber auch die Zuschauer wahr, die an der Strecke stehen und einen anfeuern.
Fit1: Dein Job als Sales-Coach in der Fitnessbranche ist sehr zeitaufwendig. Wie bekommst du das alles unter einen Hut? Das Training für einen Triathlon beschränkt sich schließlich nicht auf eine Woche.
Sönke: Das stimmt, mit einer Woche Training ist es nicht getan. Aber ich liebe Sport und trainiere das ganze Jahr über. Dazu gehört natürlich Disziplin. Mein Wecker schellt um 6 Uhr früh, dann geht es zum Laufen oder in die Schwimmhalle – und das täglich. Zumindest fast. Hin und wieder schlafe ich auch aus. Die Mittagspause wird mit Joggen oder Rad fahren verbracht. Im Grunde ist das alles bloß eine Frage der Organisation.
Fit1: Was war bis jetzt der beste bzw. schönste Wettkampf, den du bestritten hast?
Sönke: Eine schwierige Frage. Wenn ich überlege, war der erst kürzlich im Kraichhau. Da standen 1,9 km Schwimmen, 90 km Rad fahren und 21 km Laufen auf dem Programm. Das Wetter war klasse, ich bin sehr gut Rad gefahren und anschließend super gelaufen. Das war ein Rennen, wo einfach alles gepasst hat.
Fit1: Wer begleitet dich zu deinen Wettkämpfen? Sicherlich nimmst du diese Strapazen nicht alleine in Kauf, oder?
Sönke: An dieser Stelle muss ich meiner Freundin ein sehr großes Kompliment machen – ohne sie wäre die Ausübung dieses Sports für mich gar nicht möglich. Sie unterstützt mich, wo es nur geht, ist bei jedem Rennen dabei und sorgt für meine Verpflegung. Meine Freundin steht an der Strecke und reicht mir beim Radfahren die Trinkflasche. Auch beim Laufen hat sie immer das richtige Getränk für mich parat.
Fit1: Nächstes Jahr soll es zur Weltmeisterschaft nach Florida gehen. Eine WM war bisher aber noch nicht in deinem Portfolio. Wie kam es zu diesem Entschluss?
Sönke: Wie du vorhin schon kurz angedeutet hast, habe ich einen 12-Stunden-Job. Die Weltmeisterschaft auf Hawaii für die Ironman-Distanz ist utopisch, weil ich die vorgegebene Zeit von 9,40 Stunden nicht schaffe. Also, habe ich mir für nächstes Jahr die halbe Distanz ausgesucht und hoffe, mich im August 2010 in Antwerpen für Florida zu qualifizieren. Ziele muss man schließlich haben und das ist meins für 2010.
Fit1: Wann sehen wir dich bei Olympia?
Sönke: Nie – leider ist Triathlon nicht olympisch und die olympische Distanz liegt mir nicht. (sagt er mit einem Zwinkern)
Fit1: Vielen Dank für die offenen Worte und alles Gute für deinen Wettkampf. Wir drücken dir selbstverständlich die Daumen.
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[ FH ]
     [02.07.2009]
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