
Initiative Sicher im Schnee erklärt, wie ein sicherer Skitag bei Schneefall und Nebel aussieht.In den vergangenen Wochen freuten sich über acht Millionen Wintersportler in Deutschland über Neuschnee in den Skigebieten. Jedoch passieren bei den dazugehörigen Wetterbedingungen mehr Unfälle aufgrund schlechter Sichtverhältnisse. Die Initiative Sicher im Schnee von Intersport, DSV aktiv und schneehoehen.de weiß: Gute Sicht und das richtige Verhalten verhindern Unsicherheit, Kollisionen und Stürze.
Anzeige Nach Angaben des DSV entstehen fast 80 Prozent aller Stürze durch Wahrnehmungsfehler oder Unaufmerksamkeit. Plötzliche Lichtveränderungen durch Nebel, Wolken oder Schneefall stellen an die Augen hohe Anforderungen. Die Schwünge werden unsicher, der Untergrund lässt sich nur noch schwer einschätzen, Nebel und Piste verschmelzen optisch. Alles wirkt weiß und man fühlt sich wie schneeblind.
Gegen viele Risiken bei Schneefall und Nebel hilft die richtige Ausrüstung: Schneebrillen mit Kontrastgläsern lassen sich nicht nur optimal mit einem Helm kombinieren, sondern tragen zudem enorm zur Sicherheit bei. Die Kontrastwerte der farbigen Gläser helfen die Pistenkonturen deutlich besser wahrzunehmen. Durch Belüftungssysteme und Beschichtungen beschlagen sie nicht mehr. Das Tragen von Brillen verbessert die Sicht bei der Fahrt mit starkem Schneefall und schützt das Auge vor Schneeflocken.
Andreas König, Sicherheitsexperte bei DSV aktiv stellt fest: „Es gibt immer noch viele Ski- und Snowboardfahrer, die bei jedem Wetter mit einer Sonnenbrille auf den Berg gehen. Beim Wintersport fahren schockierende 30 Prozent ohne Sehhilfe, obwohl sie sonst mit einer Brille leben.“ Die Initiative Sicher im Schnee empfiehlt jedem Brillenträger eine Schneebrille mit optischen Gläsern oder Kontaktlinsen zu tragen.
![]() Foto: www.sicher-im-schnee.de Auch auf der Piste gilt: Bei ungenügender Sicht Geschwindigkeit reduzieren und vorsichtig fahren. Wer langsamer fährt, erkennt Unebenheiten, andere Wintersportler und Abgrenzungsposten frühzeitig. Rechtzeitiges Reagieren verhindert Unfälle. Je besser das Gleichgewicht ausgeprägt ist, desto sicherer steht man bei schlechtem Wetter auf den Skiern oder dem Snowboard. Vorbereiten kann sich jeder einzelne Wintersportler schon zuhause mit einfachen Gleichgewichtsübungen, wie zum Beispiel der „Abfahrtshocke“.
Die Zahl von Kollisionsunfällen hat sich seit Beginn der ARAG Auswertungsstatistik für Skiunfälle(1) halbiert. Das ist auf bessere Sicht durch moderne Schneebrillen und das steigende Sicherheitsbewusstsein zurückzuführen. Aktuell kollidieren 0,75 je 1.000 Skifahrer. Gründe für Kollisionsunfälle sind ungenügende Abstände (21 Prozent), zu hohe Geschwindigkeiten (19 Prozent), Nichtbeherrschen des Geräts (17 Prozent) und Nichtbefolgen von Pistenregeln (11 Prozent). Männer sind mit fast 70 Prozent überproportional oft an Kollisionsunfällen beteiligt.
Quelle 1: http://www.ski-online.de/xfiles_a6/1209459872_7.pdf Diskutiere zu diesem Thema in unserem Forum. Weitere Informationen unter www.sicher-im-schnee.de [ ME ] |