
Matthias Dolderer geht 2009 für Deutschland an den Start.Das Red Bull Air Race Qualification Camp in Casarrubios (Spanien) war die wichtige und entscheidende Hürde für den 38-jährigen deutschen Piloten Matthias Dolderer. Jetzt steht es fest. Er ist einer der vier Piloten aus vier Ländern (und vier Kontinenten), die erstmals als Rookies bei der Red Bull Air Race World Championship 2009 mit dabei sein werden.
Anzeige Für ihn heißt es jetzt bis zum Saisonstart im Frühjahr 2009 sein Team aufzubauen und sich selbst durch hartes Training für das Red Bull Air Race in Bestform zu bringen. Sein Ziel ist es, genauso schnell durchzustarten wie der aktuelle Weltmeister Hannes Arch: Der Österreicher holte dieses Jahr in seiner zweiten Saison den Titel.
Für Matthias Dolderer aus Tannheim (Allgäu) geht mit dem Startplatz bei der Red Bull Air Race World Series 2009 ein Traum in Erfüllung: er erhält die Chance, seine 24-jährige Flugerfahrung und seine Leidenschaft für den Flugsport beim Kampf um die Weltmeisterschaft einzubringen. Drei weitere Newcomer werden mit ihm 2009 in die neue Saison gehen: Yoshihide Muroya aus Japan, Matt Hall aus Australien und Pete McLeod aus Kanada.
Beim Red Bull Air Race Qualification Camp im spanischen Casarrubios wurde unter sechs Kandidaten ausgewählt. Matthias Dolderer war einer der vier, die die begehrte „Superlizenz“ erhielten und damit die essenzielle Voraussetzung, um am Red Bull Air Race teilzunehmen. Dabei beeindruckte er die Jury des Qualification Camps nicht nur mit seinem fliegerischen Können, sondern auch mit der Entschlossenheit mit der er einen Podiumsplatz anstrebt. Der Mann, den es 2009 zu schlagen gilt, ist dabei das große Vorbild: Der Österreicher Hannes Arch, der sich bereits in seinem zweiten Air Race-Jahr den Weltmeistertitel holte.
![]() Foto: Red Bull / Bernhard Spöttel „Ich glaube, dass ich ganz schön Gänsehaut haben werde, wenn ich zum ersten Mal auf den Start zufliege und der Renndirektor mir zufunkt: ‚Matthias, der Kurs ist frei – lass es krachen!’“, so Dolderer. „Und nach meinem Jungfernflug freue ich mich auf den Tag, wenn ich zum ersten Mal mit dem Heli zur Preisverleihung geflogen werde! Aber ich werde Schritt für Schritt vorgehen. Sicher ist nur, ich werde all meine Energie und meinen sportlichen Ehrgeiz in die Red Bull Air Race World Series investieren. Sie ist für mich all das, was ich am Fliegen und an Flugzeugen so liebe: Es ist eine Kombination aus Speed, Herausforderung, Adrenalin, Präzision und Aggressivität – und das alles muss man auch noch in der richtigen Gewichtung einsetzen. Ich werde mich an Hannes Arch orientieren. Er hat bewiesen, dass Konstanz und eine gesunde Aggressivität der Schlüssel zum Erfolg sind.“
Steckbrief:
Aktuelle Titel 2008:
![]() Foto: Red Bull / Bernhard Spöttel Dolderers Werdegang:
Dolderer, der die Präzisionsflüge beim Red Bull Air Race einmal sehr bildlich als „den Versuch, bei Tempo 400 ein Auto in einer Garage zu parken“, beschrieben hat, ist auf einem Bauernhof aufgewachsen und schon mit drei Jahren das erste Mal bei seinem Vater mitgeflogen. Als er fünf Jahre alt war, zog seine Familie in die Nähe des privaten Flughafens in Tannheim – seitdem dreht sich sein Leben nur noch um das Fliegen. „Ich fliege eigentlich mit allem, was Flügel hat“, sagt er – und das ist wörtlich zu nehmen: Dolderer hat schon über 100 verschiedene Flugzeugtypen geflogen, darunter auch Segelflieger und Ultraleichtflugzeuge. In Tannheim leitet er eine Flugschule und hat bereits hunderte Studenten ausgebildet. Er ist Vater einer elfjährigen Tochter und – das ist wohl keine Überraschung - bringt auch ihr bereits das Fliegen bei.
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