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Richtig schwimmen lernen
Top-Schwimmerin Britta Steffen gibt Eltern und Kids wertvolle Tipps.

Kinder lieben das Wasser. Damit sie sich sicher in dem Element bewegen können, ist es ratsam, sie frühzeitig ans Wasser zu gewöhnen und für einen Schwimmkurs anzumelden. Idealerweise sollten sie bereits im Vorschulalter schwimmen lernen.
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Über die nötige Koordinationsfähigkeit verfügen Kinder etwa mit fünf Jahren. Schwimmen macht nicht nur Spaß, es ist auch aus gesundheitlicher Sicht eine der besten Sportarten für die Kleinen. So wird die Muskulatur gekräftigt, Ausdauer und Koordinationsvermögen sowie die Leistungsfähigkeit verbessert, Haltungsschäden vorgebeugt und die Abwehrkräfte gestärkt. Auch die Verletzungsgefahr ist sehr gering. Eltern, die ihre Kinder früh an das Element Wasser heranführen, leisten also auch einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge ihrer Kinder.
Tipps für die Eltern
Eltern sollten ihre Kinder möglichst frühzeitig an das Wasser gewöhnen, so lernen sie spielerisch einen vertrauten Umgang mit dem kühlen Nass. Dabei geht es vor allem um angstfreien Umgang mit dem Wasser. Kinder, die man einmal gezwungen hat, ins Wasser zu springen, werden nur noch schwer den Zugang zu dem Element finden. Für Klein- und Kindergartenkinder gibt es Wassergewöhnungskurse, in denen durch Spiel und Spaß die Angst genommen wird. Kinder ab vier Jahren, die sich an das kühle Nass gewöhnt haben, können auf spielerische Art und Weise Tauchen, Springen, Gleiten und Atmen im Wasser erfahren. Ab fünf Jahren sind Kinder in der Lage das Schwimmen zu erlernen. Frühestens dann haben sie die Fähigkeit, die entsprechenden Arm- und Beinbewegungen sowie die Atmung zu koordinieren.
Um richtig Schwimmen zu lernen, sollten Eltern ihre Kinder bei einem Schwimmkurs anmelden. Dort sind sie mit anderen Kindern in einer Gruppe und ein geschulter Schwimmlehrer zeigt und bringt ihnen bei, wie sie sich richtig bewegen und atmen. Achten Sie vor allem darauf, dass man mit den Kindern liebevoll umgeht. Schauen Sie einem Schwimmlehrer bei einem Schwimmkurs zu, bevor Sie Ihr Kind anmelden. Bei Interesse des Kindes ist es sinnvoll, sein Kind in einem Schwimmverein anzumelden. Sie bieten ein umfassendes Kursprogramm für alle Altersstufen und teilen die Kinder in alters- und leistungsgerechte Gruppen ein. Wenn sie eine Schwimmstufe erreicht haben, kann das Kind in die nächste Gruppe wechseln. Für Kinder, die weiterhin schwimmen oder auch an Schwimmwettkämpfen teilnehmen möchten, bieten die Vereine vielfältige Angebote. Zusätzlich geben auch die DLRG, Schwimmmeister und Privatschulen Schwimmunterricht, der wöchentlich oder als Kompakt-Kurs am Wochenende stattfindet. Schwimmbäder in der Umgebung sowie der Deutsche Schwimm-Verband und seine Landesverbände geben gerne Auskunft.
Darauf sollten Eltern bei der Auswahl des Schwimmkurses achten
Es sollte sich um ausgebildete Schwimmlehrer handeln, die Wert auf einen angstfreien Umgang mit dem Wasser legen
Die Schwimmschule sollte das Tempo jedes Kindes respektieren. Es hilft am Ende nicht, wenn die Anforderungen abgearbeitet werden und das Kind den Spaß am Wasser verloren hat
In einer Gruppe mit fünf- bis sechsjährigen Kindern sollten nicht mehr als acht Kinder teilnehmen.
Ideal zum Einstieg sind Wechselschlagschwimmarten wie Kraul- oder Rückenschwimmen, leider beginnt man in Deutschland häufig mit der technisch anspruchsvollsten Schwimmart Brustschwimmen. +bullet-] Der Schwimmtrainer sollte eine Qualifikation haben und feste Bezugsperson sein. Er sollte vertrauensvoll mit den Kindern umgehen und sie loben und ermutigen. Wichtig ist auch, dass er eine Autoritätsperson ist, damit die Kinder seinen Anweisungen folgen.
Die Kinder sollten beim Schwimmkurs wichtige Baderegeln erlernen, wie zum Beispiel dass man nur an gekennzeichneten Stellen ins Wasser springt oder bei Gewitter das Wasser verlässt.
Nach dem Kurs
Auch das Schwimmabzeichen „Seepferdchen“ gibt noch nicht die nötige Sicherheit und Ausdauer, um alleine zu schwimmen. Daran sollten Eltern denken, wenn sie sich mit ihren Kindern im Schwimm- oder Freibad oder am See aufhalten
Wasser wird von Kindern meist nicht mit Gefahren verbunden. Deshalb sollten Eltern ihnen frühzeitig erklären, was erlaubt ist und ihnen feste Regeln an die Hand geben.
Kinder sollten nie alleine schwimmen. Sie können die Folgen ihres Verhaltens noch nicht überschauen und vergessen im Spiel die Gebote der Eltern.
Geschwister können die Aufsicht durch einen Erwachsenen nicht ersetzen.
Kinder mit „Seepferdchen“ sind noch keine sicheren Schwimmer. Eltern sollten sie auch im flachen Wasser immer im Auge behalten.
Eltern sollten immer in Hör- und Reichweite bleiben, um bei Gefahr schnell helfen zu können.
Bei Wind- und Nebengeräuschen können Kinder eine mündliche Warnung nicht hören.
Quelle: www.deibtel.de
[ DA ]
     [23.08.2008]
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