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Teil 9: 3.Tag - Danny auf Platz 16 von über 600!
38km durch ein ausgetrocknetes Flussbett, begleitet von Sturm, Sand und Regen: Die Gegebenheiten der 3.Etappe - doch Danny ließ als 16.(!) über 600 Läufer hinter sich und sorgte für Konkurrenz an der "marokkanischen Führungsspitze".

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Hallo Germany! Ich grüße Euch wieder einmal aus einer stürmischen, aber fantastischen Sahara. Vielen Dank für die ganzen aufmunternden eMails, das tut gut! Mittlerweile merke ich, was Wüstenmarathon für den Körper bedeutet. Die Blasen an meinen Füßen haben sich mit Blut gefüllt und sorgen für Schmerzen bei jedem Schritt. Doch egal, auch der Sandsturm und die immer wiederkehrenden Regenschauer machen mir nichts aus. Ich merke, dass mein Abenteuer langsam beginnt...
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Die Etappe
Als es heute morgen losging, zeigte das Thermometer im Schatten bereits über 40% auf der Skala. Beim Gedanken an das, was jetzt in den nächsten Stunden auf über 38km zu absolvierender Distanz auf uns Läufer zukam, konnte einem schwindelig werden. Die Etappe bestand zu einem Großteil aus ausgetrocknetem Flussbett, aufgrund des unebenen Untergrundes äußerst schwer zu laufen. Steile Anstiege von bis zu 700 und 800m sowie Dünenüberquerungen kamen erschwerend hinzu.
Big Brother is watching: Die medizinische Versorgung aus der Luft ist jederzeit verfügbar.
Kurz nach dem Start merkte ich, dass ich mich besser erholt und ernährt hätte als manch anderer. Zwar ist kochen hier kaum möglich, doch geben mir mein Enegrgiepulver und die Nüsse erstaunlich viel Power. So kam es, dass ich nach 3 Stunden und 46 Minuten als 16. ins Ziel kam. Völlig ausgepowert, aber überglücklich über mein Abschneiden. Ich hatte damit fast 600 Teilnehmer hinter mir gelassen und sitze damit den marokkanischen Weltklasseathleten nun ganz schön dicht im Nacken, was ich trotz allem Optimismus nicht für möglich gehalten hätte!
Voller Optimismus weiter durch die Sahara
Nun geht es für mich darum, meine Leistung konstant zu halten und noch 4 weitere Tage mein Bestes zu geben. Ich bin total gut drauf und voller Optimismus, obwohl ich weiss was noch alles auf mich zukommt. Morgen geht es über 82km (!), mehr als doppelt so viel Distanz wie bisher. Anschließend gibt es einen Tag "Sendepause", den wir alle sicher mehr als nötig haben, um uns etwas von den Strapazen zu erholen. Noch ist alles entspannt, zumindest nach einer Etappe in meinem Kopf. Total erschöpft genieße ich das traumhafte Panorama und die wunderschöne Gegend und hoffe, dass es mir morgen nach der langen Etappe noch ähnlich geht.
Auf dem Vormarsch: Danny lässt seine Verfolger zurück, stürmt auf Platz 16 des Gesamt-Classements hinter die führenden Marokkaner.
Ich möchte Euch noch einmal "Danke" sagen, dass Ihr mich aus der Ferne mit Euren Tipps und Worten der Anerkennung so aufbaut, sicher motiviert mich das auch weiterhin mein Bestes zu geben. Jeden Tag freue ich mich darauf, nach einer harten Etappe meine Post abzuholen. Und wer weiss, was während des Marathons noch passieren kann - denn die Wüste hat ihre eigenen Gesetze.... Bis bald!
Morgen geht es weiter mit Tag 4 - wie wird Danny bei der Wahnsinns-Etappe abschneiden und kann er den Marokkanern noch gefährlich werden? Seid gespannt...
weiter zu Teil 10 »
     [10.04.2003]
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