
Fazit am 2.Tag des Wüstenmarathons: Die Wüste ist atemberauend schön, doch sehr kräfteraubend. Danny Verdam zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden - Sein Fax aus der Wüste lest Ihr hier...| [SerienStart] Teil [01] [02] [03] [04] [05] [06] [07] [08] [09] [10] |
"Es war eine harte 2.Etappe, härter als ich mir vorgestellt hatte. Einmal mehr mussten wir Teilnehmer uns eingestehen, dass man die Natur nicht berechnen kann. Wir sind auf sie angewiesen, ihr ausgeliefert, und können nur hoffen, dass sie es gut mit uns meint.
Anzeige Das Motto lautet: Back to the basics! Es war ein Traum heute, so schön kann die Sahara sein. Die Strecke bestand zu 20km aus Dünen, rechnet man es auf eine ebene Straße um reichen 50km nicht aus. Dazu der schwere Sand und das andauernde Auf und Ab, was noch am meisten an den Kräften gezehrt hat. Davon abgesehen, die Jungs im Zelt sind spitze!! Die Läufer rücken von Tag zu Tag näher zusammen und die Gemeinschaft macht uns stark, stark im Kopf und in der Motivation. Spätestens nach der heutigen zweiten Etappe hat jeder von uns gemerkt, dass wir auf ganz einfache, lebensnotwendige Dinge angewiesen sind. Dazu gehört nicht mehr als ein Zelt, Essen, Trinken und unser eigener Körper natürlich. Meine Füße haben Gesellschaft von ihren ersten Blasen bekommen, und meinem Oberkörper ging es auch schon einmal besser nach 2 Tagen mit 9 kilo auf den Schultern.
Die Wüste hinterlässt ihre Spuren: Danny's Rücken ist sichtlich lädiert nach der 2.Etappe, die unangenehme Mischung aus Schweiß und Sand hat die Haut einfach abgescheuert.Sorry dass ich mich so ausdrücken muss, aber das Schlafen ist absolut scheisse! Mein Schlafsack ist zu dünn, ich friere morgens wie ein Hund ohne Fell. Das Tückische ist nämlich, dass man tagsüber so stark schwitzt und nachts die Temperaturen fast auf den Gefrierpunkt sinken. Trotzdem, mein Fehler und das ärgert mich total. Denn eigene Perfektion ist die Grundvoraussetzung für ein gutes Durchkommen!
Das Essen, meine Energiequelle Was mein Gepäck und meinen Rucksack angeht, ist alles perfekt, das ist neben dem Essen auch sehr wichtig. Meine tägliche Energiequelle heißt "Low Oz", das geniale daran ist dass es auch noch perfekt schmeckt! Darauf kann ich mich verlassen und starte mit neuer Power in die nächsten Etappen. Zudem gabs heute Lauchsuppe, Nüsse, Bananenchips und Stroganoff mit Reis. Jetzt denkt Ihr vielleicht: Marathonläufer müsste man sein und man genießt wie ein König ;-)
Danny, die Mumie: Das spartanische Nachtlager der Läufer. Neben dem Boden ist auch die klirrende Kälte sehr hart...Ich habe mein Leben in der Sahara wieder auf die Basics reduziert - und ich kann sagen, dass ich es genieße. Auch in meinem Kopf kreisen meine Gedanken nur um Laufen, Essen, Zelt und "morgen".
Ich grüße Euch alle daheim in Deutschland und danke Euch, dass Ihr mit mir seid. Sandige Grüße, Danny. Morgen gehts weiter mit Tag 3
|
| weiter zu Teil 9 » |