
Zwischenspurts, Reaktion auf Angriffe, Durchhaltevermögen… Wie Lance Armstrong sich in der "Winterpause" auf diese Tücken vorbereitet.Der wichtigste Trainingszeitraum eines Weltklassefahrers? Ganz einfach – Winter
und Frühjahr. Der alljährliche Aufbau der Grundlagenausdauer und die zeitlich
exakt koordinierte Formung der Kraftspitzen entscheiden darüber, wie
lange der Atem später bei den Tagesrennen bzw. –etappen tatsächlich sein
wird, wie hoch die Chancen stehen werden, im Spurt die anderen zu übertrumpfen.
Entsprechend kompliziert gestaltet sich für jeden ambitionierten Fahrer die
Winterpause, die ja eigentlich nur aufgrund der weniger oft gefahrenen Rennen
diesen Namen überhaupt verdient. In diesem Zeitraum verbringen die Athleten
Monate mit intensivem Training, um ihren Körper in genau die physische Form
zu bringen, die sie später als Sieger über die Ziellinie bringen soll. Doch manchmal
wird das Gegenteil erreicht: Das Immunsystem bricht kurzfristig zusammen
oder wird zumindest so angegriffen, dass der Körper anfälliger für Krankheiten
wird.
Anzeige In der Winterpause verbringen die Athleten Monate mit intensivem Training, um ihren Körper in genau die physische Form
zu bringen, die sie später als Sieger über die Ziellinie bringen soll.High Performance Auch vor den Superhelden des Straßenradsports macht dieses Phänomen
bekanntlich nicht halt. Lance Armstrong musste in der Vergangenheit schon
mehrmals "frühe” Rennen absagen, weil er Erkrankungen befürchtete. Folge:
Das Trainingsprogramm musste einschneidend geändert werden! Der Sinn von
Etappenrennen so früh in der Saison liegt für Lance vor allem darin, dass der
Körper nach mehr als 6 Monaten reinen Trainings auf die Anforderungen eines
Rennens umgestellt wird. Zwischenspurts, Reaktion auf Angriffe, Durchhaltevermögen…
kurz: High Performance sind Aspekte, die eigentlich im Rennen am
besten trainiert werden. Nur wenn all’ diese Anforderungen im Körper als Informationen
"gespeichert" und somit abrufbar sind, können später Rennen auf
höchstem Niveau gefahren werden.
Ersatzrennen Doch wenn zu viele Rennen eine unnötig hohe Belastung des Körpers nach sich ziehen würden, muss ersatzweise eine Art Renn-Simulierung stattfinden. Lance Armstrong schwört dabei auf Windschattenfahren hinter dem Motorrad. Was die Amerikaner mit "Motorpacing" beschreiben, ist so simpel wie effizient: Lance "klemmt" sich im Windschatten hinter ein relativ schnell fahrendes
Motorrad, das ein möglichst hügeliges bis bergiges Terrain abfährt. Immer in einem anhaltend hohen Tempo, wohlgemerkt. Lance’ Pulsfrequenz überschreitet dabei in kurzen Abständen die Laktatschwelle und es werden hohe Kraftspitzen erreicht, die von nur relativ kurzen Regenerationsphasen abgelöst werden. Ein derartiges Trainingsprofil fordert vom Körper ähnlichen Einsatz wie im Rennen – der Athlet wird aus seiner Trainingsmonotonie herausgerissen. Ein weiterer Vorteil: Hinter dem Motorrad können hervorragend aerodynamisch vorteilhafte Sitzpositionen für Kriterium-Rennen trainiert werden. Übrigens: Dieses "Art of Training" kommt dann zum Einsatz, wenn Lance bereits vier üppige Stunden Grundlagenausdauer in den Beinen hat, um abschließend zwei Stunden auf der Rennmaschine hinter dem Motorrad zu rasen. RS
Selbst Lance Armstrong kann auch nur gewinnen, wenn er fit ist. Er musste in der Vergangenheit schon
mehrmals "frühe” Rennen absagen, weil er Erkrankungen befürchtete.Einige weitere Daten von Lance gefällig? Sein Trainer Chris Carmichael gab uns diese Schlüsselwerte von "LA", wie
Lance Armstrong kurz genannt wird:
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