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Teil 10: Danny sorgt für die Sensation
Der Marathon des Sables 2003 ist vorbei - Danny Verdam, fit1-Experte und Marathon-Urgestein, hat mit einem 21. Platz von über 600 Teilnehmern für eine "deutsch-niederländische Sensation" gesorgt. Die weiteren Etappen im Überblick!

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4. Etappe
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Marathon des Sables... ein buntes Treiben. Die Menschen hier sind einzigartig, einzigartig unterschiedlich.
Jeder der Teilnehmer hat seinen ganz individuellen Grund, hier mitzulaufen: Daniel läuft für einen guten Zweck, nämlich für Leukämiekranke. Jochen steht kurz vor seiner Hochzeit. Christian, der mehrfache österreichische Berg-, Lauf- und Marathonmeister schließt hier seine Karriere ab. Pascal ist Familienvater und demonstriert hier seine absolute Fitness. Ein anderer ist als Nashorn verkleidet, nach dem Motto "Save the Rhinos" schleppt er ein Gestell von 8 kg extra herum. Ibrahim ist 72 Jahre alt, er ist zum 18. Mal am Start. Die marokkanischen Brüder Ahansal werden hier zum 6. Mal gewinnen.
Und ich?Ich wusste nicht, dass ich ununterbrochen 10 Stunden laufen/joggen kann.
Die Etappe
Wir sind als beste 50 Läufer erst um 12 Uhr los, quasi den 650 anderen Läufern hinterher gelaufen. Der Gegenwind war stürmisch wie nie zuvor. Geröll, weiße Sandseen - ein Schauspiel der Natur, wie nie zuvor erlebt.
Wie an der Nordseeküste: Die "platten" Abschnitte einer Wüsten-Etappe...
Die Hitze flimmert - was greifbar nah scheint, ist noch 8 km entfernt. Bis Checkpoint 2 lief alles super, 22 km in 2:20 Stunden. Dann wurde es richtig hart..
Über Pass und Dünen begleitete uns ein stürmischer Gegenwind. Mist! Warum kann man nicht auch mal Rückenwind haben? Die Beine waren platt bei Erreichen von Checkpoint 4, doch die Psyche war stark. Ich wusste, dass gleichmäßiges Laufen das Wichtigste ist. Mit Pascal, einem Franzosen habe ich dann die anschließenden 37 km gepackt. Von einem Checkpoint zum anderen, als das Ziel in Sichtweite war haben wir geschrien und gejubelt. Das Resultat: 19.Platz in 10:35 Stunden!
Der Tagesabschluss
In der Nacht war es traumhaft, sternenklar, frisch und windstill. Nach und nach kommen die Läufer ins Ziel, jeder ergriffen von seinen eigenen Gedanken und Emotionen. Unser Zelt war noch nicht aufgebaut, unter den Sternen sind wir erschöpft eingeschlafen.
Auf dem Photo unsichtbar ist der höllische Sturm, der die Marathon-Teilnehmer beim Überqueren der Gerölldünen begleitete...
5. Etappe - Danny bleibt unter den Führenden...
Heute war hohe Konzentration gefragt, die Auswirkungen der Wüste auf den Körper treten immer stärker in den Vordergrund. Mein Körper ist ziemlich angeschlagen, die Knie sind geschwollen, einige Blasen sind schmerzhaft. Obwohl es gestern einen Ruhetag gab, hat es nur bedingt geholfen zu regenerieren. So warm es gestern tagsüber war, so kalt war es heute nacht. Ich habe mich sogar in meine Überlebensdecke eingewickelt, musste pinkeln, habe mich wegen der Kälte aber nicht getraut. Heute morgen ging es mir schlecht, war kurz vor dem Übergeben und hatte richtig Schiss einzugehen.
Die Etappe
Die Etappe von 42 km bin ich dann richtig angegangen, der Boden war wieder steinig, sandig und hügelig. Das schlechte Gefühl war weg nach 16km. Und von da an hab ich das Feld von hinten aufgeräumt. Absolut geiles Gefühl das Ganze im Griff zu haben. Bis zum Punkt, als ich das Camp gesehen habe, war die Spannung da, dann habe ich die Emotionen laufen lassen und bin mit Tränen in den Augen ins Ziel. 6 Monate Vorbereitung, unzählige Kilometer auf der Strasse und auf dem Laufband. Eine Superwoche im Sand! Obwohl wir noch nicht im Ziel sind, ist es eigentlich schon vorbei. Ich habe nie geglaubt, so gut mitkommen zu können, und doch bin ich 21. im Gesamtklassement.
Ihnen stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben: Die Teilnehmer nach der 5.Etappe
Nun sind wir fast durch! Das, was morgen kommt, ist gar nichts. Noch 22 km bis ins Ziel in Tazzarine. Eine Busfahrt über 200 km und das Hotel, inklusive ein cooles Bier, erwartet uns.
Das Schreiben lasse ich hier heute, komme dafür aber zurück mit einem Abschlussbericht. Es gibt noch viel zu schreiben, hier geht das aber nicht. Danke für die seelische Unterstützung!
Salem, Danny
     [17.04.2003]
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www.dantao.de
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