
Fitnesstraining bei Bluthochdruck.Wenn der Blutdruck in den arteriellen Gefäßen bestimmte Werte dauerhaft überschreitet, sprechen die Mediziner von arterieller Hypertonie beziehungsweise Bluthochdruck. Als Grenze gelten laut der World Health Organisation (WHO) 140 mmHg systolisch (Höhe des Druckes, der aufgebaut wird, wenn das Herz Blut in die Arterien pumpt) und 90 mmHg diastolisch (Höhe des Blutdrucks, wenn das Herz wieder erschlafft).
Anzeige Da Bewegungsmangel als eine der Hauptursachen von Bluthochdruck gilt, ist sportliche Betätigung eine wichtige Säule der Behandlung. „Sport sorgt für eine ausgeglichene Herz-Kreislaufbelastung und erreicht langfristig eine Senkung des Ruheblutdruckes“, so Günther Grasse vom Pro Health Institut in München über die Wirkzusammenhänge von Blutdruck und Sport. Viele Patienten schaffen es schon durch wenige Wochen Ausdauertraining, ihren Ruheblutdruck um 5-10 mmHg abzusenken. Dadurch sinkt das Risiko, an Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) zu erkranken oder einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden.
Darüber hinaus verbessert und stabilisiert regelmäßiges Training die körperliche Leistungsfähigkeit und steigert Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit. Auch weitere Risikofaktoren für koronare (die Herzkranzgefäße betreffende) Erkrankungen wie erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerte sowie Übergewicht werden so reduziert.
Für Bluthochdruckpatienten eignen sich am besten Ausdauersportarten beziehungsweise Sportarten, bei denen möglichst viele Muskelgruppen gleichzeitig trainiert werden, zum Beispiel Schwimmen, Radfahren oder Nordic Walking. Ebenso sollten Entspannungsübungen in das Trainingsprogramm integriert werden, denn auch Stress treibt den Blutdruck in die Höhe. Ein sinnvolles und individuell geeignetes Trainingsprogramm kann in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zusammengestellt werden.
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