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Fitnesstraining für werdende Mütter
Sport muss angepasst werden.

Schwanger sein und Sport treiben – geht das denn? Und ob! Der Deutsche Sportärztebund empfiehlt sogar ausdrücklich, sich weiterhin sportlich zu betätigen. Nur auf das „Wie“ kommt es an. Wer sich zum Beispiel schon vor der Schwangerschaft durch regelmäßiges Joggen fit gehalten hat, darf seinem Lieblingssport auch weiterhin nachgehen. Wichtig ist dabei jedoch, auf den eigenen Körper zu hören und Rhythmus, Dauer und Intensität den anderen Umständen anzupassen.
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Der Diplom-Physiotherapeut, Chirotherapeut und Heilpraktiker Günther Grasse betreut in seinem Münchner Pro Health Institut (phi) Schwangere in speziellen Kursen. Er erklärt: „Eine sportliche Betätigung hat nicht nur positive Auswirkungen auf den Verlauf der Schwangerschaft, sondern auch auf das sich entwickelnde Kind und den Geburtsvorgang. Ein moderates Training mit einer Mischung aus aktiver Bewegung und Entspannung ist die richtige Wahl. Schwangerschaftstypische Begleiterscheinungen wie Rückenschmerzen können so gelindert oder ganz vermieden werden.“ Schwangere sind oftmals von Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich geplagt. In der Schwangerschaft kommt es zu einer verminderten Stabilität der Wirbelsäule, da das Gewebe von Sehnen, Bändern und Gelenken aufgrund der hormonellen Umstellung aufgelockert wird. Ein zusätzlicher Muskelaufbau gleicht diese Instabilität aus. „Besonders Pilates und Yoga sind ideale Sportarten für Schwangere, da sie die richtige Kombination aus Bewegungs- und Ruhephasen enthalten. Pilates eignet sich außerdem wunderbar, um den Körper nach der Geburt sanft zu kräftigen und den Geist zu zentrieren. Mit dem Training kann sechs bis acht Wochen nach der Geburt begonnen werden“, so Grasse.

©iStockphoto.com / boumenjapet
Generell ist sportliche Betätigung die beste Vorbeugung vor den typischen „Nebenwirkungen“ einer Schwangerschaft. Aktive Schwangere klagen weniger über Morgenübelkeit und Krampfadern. Thrombosen oder Schwangerschaftsdiabetes treten ebenfalls seltener auf. Auch das Baby hat seinen Nutzen vom Training: Der Sauerstoffschub kurbelt den Stoffwechsel an und die ausgeschütteten Glückshormone sorgen für Wohlbefinden und Zufriedenheit. Eine aktuelle Studie des Psychologischen Instituts der Deutschen Sporthochschule Köln belegt die positiven Effekte von Sport auf den Geburtsverlauf. Fitte Mütter benötigten im Vergleich zu untrainierten weniger Schmerzmittel, konnten die Kinder häufiger ohne Hilfsmittel wie Zange oder Saugglocke zur Welt bringen und erhielten seltener Dammschnitte.
Eine für viele Frauen äußerst willkommene, zusätzliche Auswirkung betrifft die schlanke Linie: Nach der Geburt sind sportlich Aktive schneller wieder fit, denn die übermäßige Gewichtszunahme kann durch regelmäßiges Training in der Schwangerschaft in Grenzen gehalten werden.
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[ NWM ]
     [03.02.2010]
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