
Den Knirschkreislauf unterbrechen.An Kopfschmerzen, Gesichtskribbeln oder Ohrgeräusche können auch die Kaumuskeln schuld sein. Denn viele Menschen versuchen buchstäblich, sich durch ein Problem »durchzubeißen« und knirschen mit den Zähnen. Auf Dauer nicht ohne Folgen, berichtet die »Neue Apotheken Jllustrierte EXTRA Mund und Zähne«.
Anzeige Die Zähne bestehen aus der härtesten Substanz unseres Körpers, doch wer ohne Nahrung im Mund kaut, übt ein Vielfaches an Kraft auf die Zähne und das gesamte Kauorgan aus. Das geschieht alles keinesfalls bewusst, sondern unter Ausschluss unseres Gehirns. Das heißt: Der Mechanismus ist nur ein Reflex. Egal ob nun Stress allein oder ein unregelmäßiges Gebiss die Menschen auf ihren Zähnen knirschen lässt, mit der Zeit kann es gravierende Beschwerden auslösen: Manche Menschen reagieren mit Zahnschmerzen, andere klagen über Verspannungen im Nacken und im Rücken, über Kopfschmerzen oder Migräne.
Die beste Anlaufstelle in einem solchen Fall ist der Zahnarzt. Er macht einen Abdruck der unteren Gebisshälfte und lässt einen Aufbissbehelf aus Kunststoff im Labor anfertigen, einen Plastikaufsatz für die untere Zahnreihe. Dieses relativ einfache Hilfsmittel wird immer nachts und manchmal auch am Tage getragen und unterbricht den Teufelskreis des Knirschens. Die Gesichtsmuskulatur entspannt, die Zähne werden geschont. Sind die Muskeln erst einmal wieder locker, können Physiotherapeut, Orthopäde und Hausarzt eventuell nötige Therapien einleiten.
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