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Kraftpaket Rücken – Was das Kreuz alles leistet
Rückenfitness im Studio kann helfen!

Unser Rückgrad besteht aus einem raffinierten Zusammenspiel aus Wirbeln, Bandscheiben, Muskeln, Sehnen und Bändern. Eine perfekt abgestimmte Konstruktion, die im Laufe des Lebens immer neuen Ansprüchen ausgesetzt ist. Jedoch bringen bereits geringfügige Einflüsse die Struktur ins Ungleichgewicht und lösen Schmerzen aus. „Ob während der beruflichen Tätigkeit oder zu Hause – andauernde einseitige Belastungen wirken auf unseren Rücken und begünstigen die Entstehung von Beschwerden. Allein das Tragen des eigenen Körpergewichtes beim aufrechten Stehen sorgt für einen enormen Druck auf die Bandscheiben und beansprucht sämtliche Rückenmuskeln“, erklärt Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde und Wirbelsäulenspezialist aus München.
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Äußere Krafteinflüsse sorgen für ungleiche Anstrengungen
„So gibt es kaum einen Moment, an dem keine Kräfte den Rücken beeinflussen. Selbst beim Schlafen besteht ein gewisser Druck auf den unteren Lendenwirbelbereich, der bei einer vorbelasteten Bandscheibe sogar morgendliche Schmerzen hervorruft“, verdeutlicht der Präsident der deutschen Wirbelsäulenliga e.V. Gehen oder Laufen verursachen eine Last, die auf die unteren Wirbelkörper wirkt. Langes Stehen beansprucht ebenfalls die Lendenwirbelsäule und fördert bei vielen eine Verformung der natürlichen S-Form der Wirbelsäule. „In dieser Position verfallen viele in ein so genanntes Hohlkreuz – hier verformt sich der untere Lendenwirbelbereich stärker nach vorne und der obere Abschnitt weiter nach hinten“, beschreibt Dr. Schneiderhan. Aber auch die Gefahr der Bildung eines Rundrückens besteht. Besonders mehrmaliges Vornüberbeugen beim Stehen erzeugt eine hohe Krafteinwirkung auf die Wirbelsäule und begünstigt die Verformung. Andauerndes Sitzen, speziell ohne Unterstützung von Armlehnen, gilt ebenfalls als wichtiger Faktor für Wirbelsäulenbeschwerden. „Bis zu 150 kg müssen Bandscheiben und Wirbelkörper während des Sitzens aushalten. Auf Dauer gesehen natürlich eine extreme Beanspruchung, die Probleme vorprogrammiert“, weiß der Orthopäde. Besonders viel leistet das Kreuz zudem beim schweren Heben in gebeugter Körperhaltung. „In diesem Fall empfehle ich, die Gegenstände mit einem geraden Rücken aus der Hocke anzuheben. Trotzdem ist auch hier die Krafteinwirkung nicht zu unterschätzen, so wirken beispielsweise allein beim Aufrichten des eigenen Körpergewichts aus der Sitzposition bis zu 180 kg auf unser Kreuz“, verdeutlicht Dr. Schneiderhan. Außerdem führen einseitiges Tragen, beispielsweise von Einkaufstaschen oder Aktenkoffern, und ungünstige Körperstellungen wie andauernde Überkopfarbeiten zu ungleichmäßigen Beanspruchungen der Muskelgruppen.

Foto: Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen_Dr. med. Reinhard Schneiderhan
Bewegung und Erholung für Ausgleich von Beschwerden
Aufgrund der ständig einwirkenden äußeren Einflüsse benötigen Rücken und Wirbelsäule trotz des scheinbar stabilen Zusammenhalts gezielten Ausgleich, um zu entspannen. „Heutzutage besteht allerdings das Problem, dass der in vielen Fällen vorhandene straffe Alltags-Zeitplan keinen Platz für Erholung oder Bewegung bietet. Folge: Beanspruchte Muskelgruppen verkrampfen dauerhaft und chronische Schmerzen entstehen. „Um diesen Problemen vorzubeugen und die Regeneration des Rückens zu gewährleisten, empfehle ich jedem leichtes Radfahren oder Schwimmen, speziell Rückenschwimmen. Beide Aktivitäten zählen aufgrund der geringen Stoß- und Druckbelastungen zu besonders rückenschonenden Sportarten, die langfristig das Muskelkorsett stärken und so Beschwerden lindern“, beschreibt Dr. Schneiderhan. Empfehlenswert ist auch ein RückenfitnessKonzept im FitnessStudio. Dort wird expliziert auf die Rückenprobleme jedes einzelnen eingegangen. Außerdem beugt eine ausgewogene Ernährung Übergewicht vor und vermeidet so zusätzliche Krafteinwirkungen auf das Kreuz.
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Weitere Informationen unter www.orthopaede.com
[ LP ]
     [14.11.2006]
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