
Nach einer aktuellen Auswertung von Daten der EPIC-Norfolk Studie ist der Zusammen-hang zwischen körperlicher Inaktivität, wie sie beispielsweise viele vor dem Fernsehen ausleben, und Übergewicht mit einem zusätzlich erhöhten Risiko eine kardio-vaskulären Erkrankung belegt.Tägliche sportliche Betätigung stärkt nicht nur das Herzkreislaufsystem, vor allem ist sie vorbeugende Maßnahme gegen Übergewicht und den damit zusammenhängenden Erkrankungen, erklärt heute der Sprecher der Gesellschaft Sven-David Müller. Die Querschnittsstudie der in Norfolk, England, lebenden Bevölkerung fasst Daten von 15.515 Männern und Frauen zwischen 45 und 74 Jahren zusammen. Unter anderem werteten die Wissenschaftler Daten über körperliche Aktivität, die täglich vor dem Fernseher verbrachte Zeit, dem BMI (Body Mass Index) und dem diastolischen Blutdruck erfasst und aus, berichtet Hönig. Nach Auswertung der Daten kam es zu einem eindeutigen Beweis für den Zusammenhang von häufigem Fernsehen, Übergewicht und dem erhöhten Risiko eine Herzkreislauferkrankung zu erleiden. Weibliche Studienteilnehmerinnen, die sich mehr als eine Stunde pro Woche körperlich betätigten und weniger als zwei Stunden pro Tag fernsahen, hatten einen um 1,92 Kilogramm/Meter² niedrigeren BMI als Frauen, die von weniger bis keiner körperlichen Aktivität und einem täglichen Fernsehkonsum von mehr als vier Stunden berichteten. Aktive, wenig fernsehschauende Männer hatten einen um 1,44 Kilogramm/Meter² niedrigeren BMI als ihre inaktiven und fernsehschauenden Mitteilnehmer.
Anzeige Auch in bezug auf den Blutdruck ergaben sich ähnliche Auswir-kungen. Alle Sportmuffel, die täglich mehrere Stunden fernsahen, hatten einen entsprechend höheren Blutdruck, was zur Ausbildung einer Herzkreislauferkrankung führen kann. HG
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