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Fitness als Diabetes-Killer
Schon mäßiges Training senkt das Risiko der Zuckerkrankheit um 60 Prozent. Hier gibts sinnvolle Tipps!

Vier Millionen sind schon erkrankt. Sie leiden an Diabetes mellitus, der Epedemie des 20. Jahrhunderts. Millionen weitere werden in den nächsten Jahren erkranken. Viele sind es schon, ohne es zu wissen. Fast alle sind betroffen, aber nur wenige tun etwas dagegen.
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Was ist Diabetes überhaupt?
Diabetes ist das Zusammenbrechen der Fähigkeit des Körpers, Glukose (Blutzucker) wirksam zu nutzen. Glukose ist der Hauptzucker, der entsteht, wenn Speisen verdaut werden. Er kann von unseren Zellen nur dann wirksam genutzt werden, wenn das Hormon Insulin gleichzeitg vorhanden ist. Beim Typ II Diabetes ist die Wirkung des Insulins blockiert, so dass die Glukose nicht in die Zellen gelangen kann. Daher steigen die Spiegel von Glukose und Insulin im Blut. Ärzte empfehlen schon seit langem körperliches Training, um die Diabetes unter Kontrolle zu halten; auch bei Typ-I-Diabetikern, der üblicherweise bei jungen Menschen diagnostiziert wird. Gerade in den letzten Jahren haben Studien starke Beweise dafür geliefert, dass körperliches Training dazu beiträgt, dem Typ II Diabetes vorzubeugen.
Studien haben gezeigt, dass körperliches Training bei den meisten Menschen günstige Auswirkungen auf Diabetes hat, egal welchen Alters sie waren. Am meisten profitieren diejenigen, die dem höchsten Diabetes-Risiko ausgesetzt sind, vom körperlichen Training.Eine sechs Jahre angelegte Studie des Cooper-Institutes in Dallas an 8.600 Männern zeigte, dass diejenigen mit der geringsten körperlichen Leistungsfähigkeit ein dreifach höheres Risiko hatten, an Diabetes zu erkranken, als Männer, die fit waren.
Was für Männer vielfach bewiesen wurde, bestätigt die Nurses’Health Studie auch für Frauen: Sie können ihr Diabetesrisiko durch regelmäßiges Training effektiv senken. Mäßige, aber intensive Bewegung, wie beispielsweise zügiges Gehen, verringerte bei Frauen mittleren Alters das Risiko für eine Diabeteserkrankung um 60%. Mehr gelang auch nicht durch anstrengenderes Training.Das körperliche Training hilft zwar, ein gesundes Gewicht zu halten und den Körperfettanteil zu verringern, aber der Schutz vor Diabetes durch körperliches Training ist nur teilweise auf die Gewichtskontrolle zurückzuführen.
Körperliches Training macht den Körper auch empfindlicher für die Wirkung des Insulins, so dass der Blutzucker besser kontrolliert wird. Körperliches Training reduziert auch tendentiell das Bauchfett, dass mit den anfänglichen Stoffwechselveränderungen in Zusammenhang gebracht wird. Es ist bekannt, dass der Verlust an Bauchfett die Insulinempfindlichkeit und auch die Glukose-Tolenranz erhöht, die beide das Diabetesrisiko verringern. Hinzu kommt noch, dass körperliche Aktivität sämtliche Stoffwechselabläufe unterstützt, durch die der Körper die Glukose nutzt. Das Alter an sich spielt nur eine untergeordnete Rolle. Viel stärker fällt die Inaktivität ins Gewicht, die üblicherweise das Alter begleitet. Wenn ältere Leute fit bleiben und nicht an Gewicht zunehmen, dann erhöht sich auch mit dem Alter das Risiko für den Diabetes Typ II nur wenig. Zum Beispiel haben ältere Athleten einen ähnlichen Glukose- und Insulinspiegel wie jüngere Menschen.
Den Schritt voraus gegen Typ II-Diabetes
Sie müssen regelmäßig trainieren, sollten sich jedoch nicht verausgaben, wenn Sie Ihr Risiko für einen Typ II-Diabetes verringern wollen. Denn die Wirkung von Bewegung auf Insulin und Glukose hält nur einige Tage an. Am besten wählen Sie Aktivitäten, die verschiedene Muskelgruppen beanspruchen. Je aktiver Sie sind, desto geringer ihr Diabetes-Risiko.
Wer den Anteil des verzuckerten Hämoglobins im Blut (HBA1C-Wert) um nur ein Prozent senkt, vermindert das Risiko
von Komplikationen um 21 %
von Herzinfarkten um 18 %
von Schlaganfällen um 15 %
von Nierenkrankheiten um 35 %
an Diabetes zu sterben um 25 % CS
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     [27.10.2002]
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