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Teil 3: Der Richtige für Ups and Downs
Skischuh: der High-Tech-Diplomat zwischen Fuß und Ski!

[SerienStart] Teil [01] [02] [03]
"Die Leute haben regelrecht Angst vor dem Kauf neuer Skischuhe. Als Berater sind wir halbe Psychologen, die Druckstellenpanik und falsche Erwartungen therapieren müssen", beschreibt Johann Leitner so manches Erlebnis mit seinen Kunden. Der Schuhmacher und Skischuh-Spezialist berät internationale Weltcup-Profis und Freizeit-Fahrer beim Skischuhkauf. Aber wie lernen Füße den passenden Partner für sportliche Abfahrten und genussvolle Erlebnisse auf und neben der Piste kennen?
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Hohe Anforderungen
Der Skischuh ist die Verbindung zwischen Körper und Ski. "Er soll auf effektive Weise den Kraftfluss vom Fuß in Richtung Skispitze übertragen", fordert Weltmeister Michael von Grünigen. Der Skischuh muss aber auch die Besonderheiten des menschlichen Körpers, vor allem die Fußform und den Fahrstil, mit dem Sportgerät Ski in Einklang bringen. Schwer hat es der High-Tech-Diplomat, denn jeder Freizeit-Skifahrer kennt die jedes Jahr wieder ungewohnte, fixierte Standposition in der Bindung, die man einnehmen muss, um mit dem Sportgerät "Ski" eine sportliche Figur zu machen!

Dafür ist die passende Leistenform unverzichtbar. Im anatomischen Leisten mit SOMA-TEC-nologie zum Beispiel, stehen Füße in ihrer natürlichen Position mit den Zehenspitzen ein wenig nach außen gedreht. Foto: SOMA-TEC: Fischer GmbH, A – Ried im Innkreis
Auf den ersten Blick
Eigentlich haben anfängliches Maßnehmen und atmosphärische Gespräche mit dem Verkäufer nur ein Ziel. Der professionelle Skischuh-Berater analysiert bereits die wirkliche Fitness und den Fahrstil seines Kunden. Und noch wichtiger: "Er identifiziert die richtige Leistenform für die Fußform. Er bringt ein passendes Paar, das unter den vielen Modellen im Regal steht. Eigene Zugriffe sind absolut sinnlos", betont Leitner.
Richtig reinschlüpfen
Der Skischuh-Laden bietet keine Pisten-Bedingungen. Das wirkliche Fahrgefühl im Skischuh erlebt der Skifahrer erst am Hang. Trotzdem können seine Füße, bekleidet mit ein Paar Skisocken, den Sitz im Trockentest gut einschätzen, wenn sie richtig in den Schuh schlüpfen dürfen: Mit Kraft hineinsteigen, den Innenschuh fest hochziehen, die Ferse durch die Vorlagenbeugung im Schuh richtig nach hinten schieben und die Schnallen mit normalem Zug fixieren.
Perfekter Sitz
Den können Füße nur herausfinden, wenn sie länger und relaxt in den Skischuhen stehen und nicht aus Erfahrung mit zu weiten Schuhen unbewusst verkrampft nach Halt suchen. Aufkanten, Abfahrtshocke und andere skifahrtypische Bewegungen testen das Verhältnis zwischen Fuß und Skischuh. Die Zehen sollten sich dabei leicht bewegen können und nur geringen Kontakt zur Schuhspitze haben. Der Fuß darf nicht im Schuh schwimmen und die Ferse auf keinen Fall nach oben schlüpfen.
Somatische Standposition
Bei dem Wunsch nach einem dynamischen Fahrerlebnis mit möglichst entspannter Standposition, lohnt es sich, nach den aktuellsten Skischuh-Leistenformen zu fragen. Derzeit gibt es zum Beispiel Skischuhe mit einem neuen anatomischen Leisten, der den Skifahrern eine natürliche Standposition ermöglicht. Die Füße werden nicht wie bisher parallel angeordnet, sondern stehen mit den Fußspitzen ein wenig nach außen gedreht im Skischuh. Die patentierte "SOMA-TEC-nologie" ist Johann Leitners und Herbert Auers Erfindung, nachdem die Skischuh-Spezialisten 30 Jahre lang Probleme von Profis wie Niki Hosp oder der Durchschnitts-Skifahrer analysiert haben.

SOMA-TEC: Fischer GmbH, A – Ried im Innkreis
Akzeptable Druckstellen
Die gibt es immer. Der Fuß wird beim Skifahren nun mal mehr belastet als im Alltag. "Allerdings darf sich keine Druckstelle aufbauen. In Bewegung sollten sich großflächig Druckveränderungen ergeben", warnt der österreichische Skischuhmacher Leitner. Drückt es in verschiedenen Modellen an derselben Stelle, dann plagen den Kunden orthopädische Probleme. Jeder erfahrene Sportfachhändler passt in diesem Fall die Außenschale durch Fräsen und Dehnen oder den Innenschuh durch Ausschäumen individuell an. Sogar der kniegeschädigte Norweger Atle Skardal fuhr mit Leitners Rennschuh zum WM-Titel.
Kompakt bis komfortabel
Der feste Halt ist ein Muss – Skischuhe sollten stabilisieren und für optimale Kraftübertragung sorgen. Auf der Piste weitet sich der Schuh noch aus. Niki Hosp betont: "Für uns Profis ist ein sehr kompaktes Umfangvolumen und ein fester Sitz unverzichtbar." Der Gelegenheits-Skifahrer sollte je nach seinem Grad an Sportlichkeit mehr auf Komfort-Eigenschaften achten. Dazu gehört ein leichter Einstieg, unkompliziertes Handling etwa durch Micro-Schnallen und ein weicher Flex am Schaft, was rundum für einen eher flexiblen Tragekomfort sorgt. Diese Eigenschaften sind nicht für kurze, kraftvolle Abfahrten mit Bestzeit, dafür aber für längere, sportliche Skitage geeignet.
Sommerschlaf
Auch relativ neue Skischuhe sollten nach ihrem Sommerschlaf rechtzeitig vor dem Urlaub getestet werden. Verschleißerscheinungen gibt es nicht nur bei der Skibindung. Die beste Aufbewahrung: Skischuhe sollten mit ihren zuvor gelüfteten und getrockneten Innenschuhen in geschlossener Form in einem trockenem Raum ohne Temperaturschwankungen ausruhen – bis sie in der nächsten Ski-Saison im vorgewärmten Zustand wieder angezogen werden wollen!
Des Weiteren verlosen wir in Kooperation mit Fischer SOMA-TEC ein unvergessliches Wochenende vom 21.-23. Oktober im Vier-Sterne-Hotel Bergland im Zentrum Söldens zur Weltcup-Eröffnung für zwei Personen. Weitere Informationen dazu gibt es hier
Weitere Informationen unter www.fischer-ski.com
     [04.10.2005]
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