
Forscher des Fraunhofer Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT) haben im Rahmen des EU-Projekts "ARTHUR" ein System zur Mulituser-Collaboration entwickelt. Damit können Architekten und Städteplaner gleichzeitig und ortsunabhängig am gleichen virtuellen Modell arbeiten.
Kernstück von ARTHUR ist ein interaktives Augmented Reality-Stystem. Dabei wird der Entwurf eines geplanten Gebäudes als virtuelles 3-D-Modell realisiert. Teilnehmer des Meetings können via Datenbrille und mit vernetzten Rechnern jede Änderung am computergenerierten Modell sofort verfolgen.
Anzeige Jedes virtuelle Objekt ist mit einem realen Platzhalter verbunden und kann direkt bearbeitet werden. Soll etwa ein Gebäude zwei Meter weiter von der Straße gebaut werden, muss nur der entsprechende Platzhalter versetzt werden. Eine an der Datenbrille befestigte Kamera zeichnet die Bewegung auf, das System setzt die Veränderung um und alle Teilnehmer sehen sofort die Auswirkungen am virtuellen Modell.
"Mit ARTHUR kann von mehreren Usern gleichzeitig virtuell modelliert werden. Änderungsvorschläge werden sofort visualisiert, so dass alle Gesprächspartner die Auswirkungen gleich sehen können. Das macht langwierigen Modellbau überflüssig", erklärt Projektleiter Wolfgang Broll.
Entwickelt wurde ARTHUR gemeinsam mit Forschern des University College London, der Universität Aalborg (Dänemark), Saabtech (Schweden) und den Architekten von Foster and Partner. Für das gemeinsame Forschungsprojekt haben die Fraunhofer-Wissenschaftler vor allem das verteilte AR-System und die 3-D-Visualisierungen realisiert.
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