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Von Heim- zu Profifitness
Wer kennt sie nicht die Freizeit Marke Kettler. Was veranlasst dieses Traditionsreiche Unternehmen sich in der Profi-Fitness-Branche zu engagieren.

Schon als Kind hatten die meisten ein Kettcar, spielten Tischtennis auf einer Platte von Kettler oder trainierte später mit KettlerHomefitness-Geräten.
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GF Matthias Sobania (li.)
mit Innendienstleiter
Profiline Harald Schmidt.
Die Freizeit Marke Kettler aus Ense-Parsit ist bekannt wie ein "bunter Hund". Von Freizeitartikeln wie Schaukeln, Tischtennisplatten, Dreirädern, Fahrrädern, Solarien über Gartenmöbel bis hin zu Heim-Fitness-Geräten. Erstmals zu Fibo 2000 vorgestellt, hat das Unternehmen um Heinz Kettler nun den Vorstoß in den Profi-Fitness-Bereich gewagt. Angesichts der Tatsache, dass Kettler stark im Heimfitnessbereich engagiert ist, stellt sich die Frage: Was macht dieses Unternehmen im Bereich Profifitness?

Der Multitrainer von Kettler ist das Flagschiff der Profiline.
Die Firma Kettler besteht nunmehr seit 52 Jahren. Mit neun Produktionswerken in Deutschland sowie den Vertriebsgesellschaften im benachbarten europäischen Ausland aber auch in den USA, gehört das Unternehmen zu den größten im Bereich der Freizeit-Branche. Hinter dem Ausdruck "Made by Kettler" steckt, dass alle verwendeten Teile vom Unternehmen selbst produziert und verarbeitet werden. Hierbei stehe die Qualität "Made in Germany" an erster Stelle. Große Bänder an Flachstahl, der Stahl kommt entweder aus Deutschland oder aus Schweden, werden in speziellen Maschinen zu verschiedenförmigen Rohren verarbeitet, auf die richtige Länge geschnitten, entgratet, in die richtige Form gebogen, gelocht und teilweise mit Gewinden versehen. Kontrollen sorgen für eine ständige Qualitätssicherung. Mit neuesten Lasertechnologien werden Abdeckungen und anderen Formen präzise ausgeschnitten bevor sie später galvanisiert, lackiert oder verchromt werden.
Viele Freizeitartikel werden auf dem Band verarbeitet nicht aber die Geräte der "Profiline", so Harald Schmitt, Innendienstleiter Profiline. "Bei der Kettler Profiline wird jedes Gerät von Hand gefertigt." Auf die Frage: Warum engagiert sich die Freizeit Marke Kettler im Bereich Profi-Fitness, meinte Geschäftsführer Matthias Sobania: "Wir sind durch unser jahrelanges Know-how prädestiniert diese Geräte herzustellen". Das Unternehmen stellt nunmehr seit mehr als 20 Jahren Kraftgeräte für den Heimbereich her und verbessert diese von Jahr zu Jahr. Diese Erfahrung kommt auch dem Bau der professionellen Geräte zugute. Der Aussage vieler Kritiker, die genau darin den Unterschied sehen hät Schmidt entgegen, dass für die Profilinie eigene Rohrprofile angefertigt werden. Sogenannte "Tunnelrohre" sorgen für eine extreme Festigkeit und ein ansprechendes Design. Der Rahmen besteht aus 3 mm dickem Stahl und die Rohre sind maßgewalzt. Des Weiteren werden alle Geräte, wo notwendig, von Hand geschweißt und auch zusammengebaut. Die Standflächen sind mit rutschfestem Riffelblech aus Aluminium verkleidet, das für einen sicheren Halt während des Training unter Belastung sorgt.
Bei Kettler können die verschiedensten Rohre hergestellt werden.
Laser-Technologie: Hohe Präzision und geringer Abfall
Laut Sobania will Kettler aber nicht in den Bereich Kraftsport und Body-Building vordringen, sondern man hat die Profiline für den Einsatz in der alltags- und sportspezifischen Rehabilitation konzipiert. "Hier sehen wir die Zukunft. Das gesundheitsorientierte Fitnesstraining wird sich in Zukunft immer mehr durchsetzen. Unsere Geräte entsprechen durch das mögliche Messsytem, schon heute den Anforderungen des neuen Heilmittelverordnungsgesetz und können zusätzlich mit Messsystem nachgerüstet werden", so Sobania und Schmitt im Einklang. Die Geräte dienen als effektives Triningsmittel zum Aufbau und Erhalt der Muskelkraft und zur Verbesserung der motorischen Fähigkeit. Dies wurde durch wissentschaftliche Untersuchungen des Institut für Sportwissenschaft der Universität Dortmund bestätigt. Die Trainingsgeräte der Profiline entsprechen den Anforderungen der erweiterten ambulanten Physiotherapie (EAP) und der ambulanten Rehabilitation. Dokumentiert wird das Ganze durch das TüV-Produkt-Service-/ZAT-Prüfzeichen. Durch die Umlenkmöglichkeiten der Gewichte (wahlweise 4- oder 8-Mal) ist es möglich mit einer Belastung von 300 gramm zu arbeiten. "Durch diese niedrigen Gewicht sind spezielle physiotherapeutische Übungen überhaupt erst durchführbar", so Schmitt. Neben dem Multitrainer, Kabelzug Linear, mit Stativ und Wandhalterung sowie dem Bauchmuskel-Isolationstrainer, Rückenstabilisator, Gluteus-Trainer, Rückenstrecker/Lateraltrainer Universal- und Funktionsbank stellt Kettler aber auch Solarien und Spinningräder für den Studiobereich her.
In Ense ist man stolz auf das KettlerSortiment und vielleicht gelingt Ihnen mit der Profline wieder ein Wurf wie mit dem legendären "Kettcar". DS
     [20.07.2001]
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