
Getränke aus Soda-Automaten für aktive Sportler ungeeignet | « zurück zum Leitartikel |
Wenigstens genießbar ist es inzwischen wieder, das Getränk aus dem Sprudelautomaten. Anfang des Jahres hatten Lebensmittelchemiker noch vor Verunreinigungen durch Mineralöl, chemische Weichmacher und Antioxidantien in den wieder in Mode gekommenen "Soda-Bereitern" gewarnt. Jetzt gab die Stiftung Warentest zumindest in dem Punkt Entwarnung: Solche Fremdstoffe konnten "gar nicht mehr oder nur noch in geringen Mengen nachgewiesen werden".
Anzeige nach dem Sportbesser nix aus dem Soda-Automaten Den Berliner Testern ging es vor allem darum, ob die Sprudelautomaten preiswert, sicher und einfach zu bedienen sind. Die Qualität - gemessen an den positiven Inhaltsstoffen - spielte keine Rolle. Für den Sportlerdurst ist der Test deshalb von geringem Wert. Denn die Automatendrinks decken nicht den zusätzlichen Bedarf an Mineralstoffen und Spurenelementen. Sie verwandeln simples Leitungswasser durch eine nachfüllbare Kohlendioxid-Patrone per Knopfdruck lediglich in "Sprudelwasser". Dieser Umweg über den Soda-Automaten schafft höchstens zusätzliche Probleme.
Auch bei der neuesten Untersuchung der Stiftung Warentest (Ergebnisse im Juni-Heft) fielen einige der neuen PET-Flaschen durch unangenehmen Geruch auf, verursacht durch Abgabe des chemischen Stoffes Acetaldehyd von der Flasche an das Wasser. Die gemessenen Mengen seien zwar gesundheitlich unbedenklich, den Geschmack beeinträchtigt der Stoff jedoch allemal.
Nicht umsonst fordert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Selbst zubereiteter Sprudel sollte nur in absolut saubere, möglichst temperaturbeständige Flaschen gefüllt, nicht über sieben Grad Celsius und stets nur kurzzeitig gelagert werden. Die DGE mahnt, unbedingt die Herstellerhinweise für die Verdünnung, Aufbewahrung und Lagertemperatur zu beachten und das Gerät regelmäßig und die Wasserflaschen nach jedem Gebrauch gründlich zu reinigen.
Leider garantiert der perfekte Umgang mit der Hygiene aber auch noch keinen Qualitätsdrink. Denn simples Leitungswasser kann richtigem Mineralwasser eben nicht das Wasser reichen.
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