Fitness Budo & Aerobic
21.05.2012
12:25Uhr

Teil 1: Power Yoga - ist das nicht ein Widerspruch?
Welche Philosophie steht hinter PowerYoga? Was macht es so einzigartig? Wie mache ich es richtig? All diese Fragen beantwortet Euch Ines Vogel im kompletten Artikel.

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Power Yoga - ist das nicht ein Widerspruch?
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Wenn man Yoga als reine Entspannung betrachtet sicherlich. Aber genau das ist es im Grunde nicht. Yoga hat vor allem etwas mit Stärke und Energie zu tun. Wenn Yoga richtig praktiziert wird, sollte es dazu dienen, notwendige Kraft und Widerstandskraft zu entwickeln, geistige und körperliche Disziplin zu schulen, um schädlichen Einflüssen der Umwelt standhalten zu können und diese abzuwehren, um sich eventuellen Unausgewogenheiten bewusst zu werden und die Fähigkeit zu entwickeln, diese selbstständig ausgleichen zu können.
Der Sinn von Yoga
Der eigentliche Sinn von Yoga ist ganz einfach zu verstehen. Es geht darum, achtsamer und aufmerksamer gegenüber der Umwelt und sich selbst zu werden, Bewußtsein zu erlangen und jeden Augenblick des Lebens bewußt zu erleben. Durch die Erhaltung von Gesundheit, Glück und Langlebigkeit und die Reinigung von Geist und Körper sollten an uns gestellte Anforderungen optimal gemeistert und Konflikte gelöst werden können.
Wenn man die Ziele des Power Yoga erreichen will, muß man zuerst lernen, Körper und Geist "zu öffnen" und in sich zu gehen, seinen Körper bewusst wahrzunehmen und sich nur auf das zu konzentrieren, was man tut und wie es sich anfühlt. Dies ist natürlich nicht immer leicht, aber es ist eine wichtige Grundlage für den entsprechenden Erfolg. Jeder weiß heutzutage, daß Körper und Geist eine Einheit bilden. Wenn man lernt, seinen Geist beim Üben zu 100% auf seinen Körper zu konzentrieren, kann man schrittweise dahin gelangen, Pulsschlag und Atmung zu verringern, seine Körperposition und Muskelarbeit genau zu kontrollieren, den Geist zu beruhigen und zu befreien.
Man kann sogar lernen, die Funktionen seines vegetativen Nervensystems, wie Muskelkontraktion, Herzschlag, Gehirnstromwellen usw. bewußt zu steuern. Klingt sehr hochtrabend? Na ja, vielleicht. Aber wenn man erst einmal mit dem Training beginnt, hat man schon den ersten Schritt in die richtige Richtung getan.
Gut, also Power Yoga bedeutet körperliche und geistige Disziplin zu trainieren und durch entsprechende Konzentration Bewußtsein und Widerstandskraft zu entwickeln...und wie nun genau funktioniert dies? Und was ist der Unterschied zum "herkömmlichen" Yoga?
Wie funktioniert PowerYoga?
Um es ganz einfach zu erklären: das "herkömmliche" Yoga wird auch HATHA –YOGA genannt. Dabei werden mit entsprechender Atmung( Pranayama) einzelne Yoga-Stellungen (Asanas) eingenommen, in diesen einige Sekunden mit entsprechender Konzentration verharrt, um dann wieder zu entspannen. Dabei werden bewusst in den jeweiligen Positionen die entsprechenden Muskelgruppen kontrahiert, um den Körper korrekt in der Position zu halten und die entgegengesetzte Muskulatur zu dehnen. Es wird dabei tief und langsam durch die Nase ein- und ausgeatmet, wobei der Atem so gesteuert werden sollte, dass er ununterbrochen ruhig und gleichmäßig fließt und den gesamten Lungenbereich ausfüllt. Auch dies zu beherrschen erfordert viel Konzentration. Das Ziel ist wie erwähnt, den Geist frei zu bekommen und zu lernen, sich auf sich selbst zu konzentrieren und auf das, was man gerade tut.
Natürlich soll auch der Körper entsprechend gekräftigt und gedehnt werden. Die Entspannungsphasen zwischen den einzelnen Übungen können allerdings dazu verleiten, doch ab und an gedanklich abzuschweifen, z.B. sich daran zu erinnert, was man später ja noch dringend erledigen muss, oder wie ärgerlich doch der gestrige Konflikt mit dem Ehepartner war.
Woher kam die Inspiration für PowerYoga?
Power Yoga wurde abgeleitet bzw. entwickelt vom Ashtanga -Yoga nach dem Prinzip des "ständigen Fließens".
Die einzelnen Positionen, in denen das eigene Körpergewicht gehalten, gestemmt oder hochgedrückt werden muß, werden nach diesem Prinzip durch entsprechende Übergänge miteinander verbunden, so daß keine größeren Pausen entstehen und der Körper ständig in Bewegung und somit "warm" bleibt. Durch diese Methode trainiert man nicht nur Konzentration, sondern tatsächlich auch Kraft, Ausdauer, Disziplin und Kontinuität. Auch der Geist ist ständig damit beschäftigt, sich auf den Körper zu konzentrieren. Es gibt durch die wegfallenden Pausen kaum Gelegenheit, an etwas anderes zu denken, als an die gerade auszuführende Position, die Atmung und auch schon wieder den Übergang zur nächsten Position.
Durch die wegfallenden Pausen wird außerdem die Grundlage realisiert, daß die Muskulatur warm bleibt. Wie jeder weiß, kann nur so eine effektive und sinnvolle Dehnung erreicht werden.
Durch diese beschriebene Vorgehensweise und die entsprechende Atmung, kann man außerdem die Lungen darauf trainieren, ein größeres Volumen und Fassungsvermögen zu erlangen, das Herz kann seine Leistungsfähigkeit verbessern und Herz und Lungen können die Muskulatur besser mit Sauerstoff versorgen. Somit wird also geistige und körperliche Ausdauer trainiert und die allgemeine Fitness gesteigert.
Wie man erkennen kann, sind die Ergebnisse des Power Yoga mit denen eines Aerobic -Trainings zu vergleichen, vorausgesetzt man betreibt es regelmäßig und mit der notwendigen Intensität. Ein weiterer Vorteil dabei ist, daß man den Geist besser schulen und seinen Körper noch besser kontrollieren lernen kann. Die Übungen werden langsamer als bei einer Aerobicstunde vollzogen. Somit kann die bewusste Kontrolle der einzelnen Körperpositionen erfolgen, wodurch wiederum muskuläre Disbalancen ausgeglichen werden können. Zum anderen ist ständig der gesamte Körper ohne größere Pausen im Einsatz. Dabei wird die gesamte Muskulatur gleichmäßig und ausgewogen sowohl gedehnt und gestreckt, als auch angespannt - also kontrahiert und außerdem wird auch der Atmung bewußt mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Durch diese Vorgehensweise fällt es außerdem leichter, auch den Geist wirklich frei zu bekommen, weil diesem kaum eine Möglichkeit bleibt, um abzuschweifen.
Das "Power Yoga"-Training ist durch nichts zu ersetzen!! Es kann nicht nur als eine eigene Trainingsform angesehen werden, sondern auch als Ausgleich für alle anderen Sportarten dienen, um Verletzungen vorzubeugen oder sich von solchen zu regenerieren.
Also worauf warten wir noch?
Vor dem Trainingsstart gibt es, Einiges zu beachten

Zuerst sollten wir genug getrunken haben, stilles Wasser natürlich. Aber nicht direkt vor dem Training 1 l in sich hineinschütten, weil man gerade mal daran gedacht hat!! Magen, Darm und Blase müssen leer sein! Das bedeutet also, rechtzeitig an genügend Flüssigkeitszufuhr zu denken! Am besten gleich nach dem Aufstehen mit einem halben Liter beginnen. Mindestens. 2 Std. vorher sollte keine größere Mahlzeit mehr eingenommen werden.
Die Räumlichkeit sollte uns angenehm sein und nichts sollte uns ablenken können. Die günstigste Übungszeit ist früh am Morgen oder am späten Nachmittag, wobei beachtet werden sollte, daß unser Körper morgens noch nicht so beweglich ist, d,h. hier muß mit Alternativen gearbeitet werden, um Verletzungen vorzubeugen. Also langsam und methodisch vorgehen!
Mit 15 bis 20 Minuten 2 mal in der Woche kann man beginnen und sich allmählich auf 2 h täglich steigern. O.K. ist schon klar: "Woher soll ich die Zeit dafür nehmen?" Dann reichen vielleicht auch 4 mal 20 Min. in der Woche. Besser so, als überhaupt nicht. Es geht schließlich um das eigene Wohlbefinden und was kann denn wichtiger sein als dieses??
Der Trainingsablauf beginnt immer damit, daß man sich in die korrekte Grundstellung begibt. Dabei stehen die Füße geschlossen nebeneinander, Gesäß und Rumpf sind angespannt, der Brustkorb geöffnet und die Schultern nach hinten unten gezogen; die Hände liegen seitlich an den Oberschenkeln an.
Nun beginnt man zuerst mit der Atmung, wenn man richtig und konzentriert atmet, spürt man, daß sich der Körper schon dadurch erwärmt. Dann kann man mit dem Sonnengruß beginnen, wobei es auch hier mehrere Varianten gibt!
Dieser wird nun mehrmals wiederholt und bei jeder Wiederholung in Bezug auf Muskelanspannung und Dehnung intensiviert. Nun kann man mit den Übungsfolgen beginnen.
Am Ende eines jeden Trainings ist es angebracht, sich in einer Ruheposition z.B. "Totenlage" zu sammeln und sich noch einige Minuten zu entspannen.
Dann langsam aufstehen!!! Noch einmal tief durchatmen und ...frisch in den Tag oder entspannt in den Abend gehen!
Seit gespannt, bald gibt es komplette Choreographien zum herunterladen. Des Weiteren kann Ines als Personal Trainerin im Raum Düsseldorf gebucht werden. Schaut doch einfach mal unter www.welfitfeeling.de vorbei und nehmt Kontakt mit ihr auf. ME
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