
Immer mehr Berufstätige in Deutschland haben
ernsthafte Hörprobleme. Betroffen sind mehr als sechs Millionen Menschen im Alter über 45 Jahren, ergab eine Studie des Forum Besser
Hören in Zusammenarbeit mit dem Institut TNS-Emnid. Demnach gaben 39 Prozent der befragten Erwerbstätigen an, sie hätten in verschiedenen Situationen Schwierigkeiten gut zu hören und zu verstehen. Problemsituation Nummer Eins ist das Sprachverstehen in Gesellschaft oder in der Öffentlichkeit, wenn Störlärm herrscht oder
mehrere Leute gleichzeitig reden.
Anzeige Die Befunde der Studie unterstreichen andere Statistiken zur Schwerhörigkeit bei Berufstätigen. So war Lärmschwerhörigkeit nach Angaben des Bundesverbandes der Unfallkassen im Jahr 2005 die häufigste Berufskrankheit im öffentlichen Dienst.
"Hörprobleme sind keine reine Alterserscheinung. Immer mehr jüngere Menschen, die mitten im Beruf stehen, sind betroffen. Dabeiist ungemindertes Hören eine der wichtigsten Voraussetzungen, um sich
im Job bewähren zu können, egal ob an der Werkbank oder am Schreibtisch", sagt Raimund Ernst vom Forum Besser Hören.
Angesichts der alarmierenden Zahlen rät das Forum Besser Hören, das Gehör regelmäßig beim Hörakustiker oder HNO-Arzt überprüfen zu lassen, um rechtzeitig etwas gegen etwaige Hörprobleme unternehmen zu können. Abhilfe schaffen in vielen Fällen digitale Hörsysteme. Sie sind leicht und komfortabel zu tragem. Aufgrund ihrer ausgefeilten Technologie sind sie auch für leichte und mittlere Hörschwächen
geeignet. Ausführliche Infos sowie Anlaufstellen für einen Hörtest finden sich im Internetportal www.forumbesserhoeren.de.
Das Institut TNS-Emnid befragte 1001 Personen in persönlich-mündlichen Interviews. Die Ergebnisse sind repräsentativ
für Deutschland. Als ergänzende Datenquelle diente das Statistische Jahrbuch. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung haben der Studie zufolge mehr als 16 Millionen Menschen in Deutschland in der Altersgruppe 45plus mit Hörproblemen zu kämpfen. PPG
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